Der Begriff Bonze stammt ursprünglich aus dem alten China. Dort war ein als Bonze bezeichneter Mensch ein hochrangiger Verwaltungsbeamter. Die Kinder eines solchen Bonzen hatten den anderen Kindern gegenüber immense Vorteile zu genießen, hauptsächlich weil sie in einem reichen und sehr gut situierten Elternhaus aufwuchsen.

In der modernen Zeit ist ein Bonzenkind demzufolge ein Kind aus noblem Hause, sehr wohlhabend und völlig sorgenfrei. Oftmals wird dieser Begriff aber mit einer negativen Behaftung verwendet; so bezeichnet man jemanden als Bonzenkind, wenn dieser jemand nicht nur offensichtlich sehr wohlhabend ist, sondern auch wenn die betroffene Person gerne damit prahlt, oder sich deswegen anderen überlegen fühlt. Er wird also mitunter als Beschimpfung angesehen.

Auch Menschen mit politisch hochrangiger Stellung, wie Bürgermeister, Innen- oder Außenminister, Bundespräsident oder vielleicht einfache Selbständige werden oftmals als Bonzenkinder bezeichnet, selbst wenn deren Eltern möglicherweise selber in vergleichsweise weniger guten finanziellen Verhältnissen leben oder lebten.

Die Verwendung der Bezeichnung ist also sehr weitläufig und vielseitig, umfasst jedoch grundsätzlich immer den selben Personenkreis: reiche Menschen oder Personen, denen es gewöhnlich aufgrund des Einflusses von anderen reichen Menschen finanziell sehr gut geht.

Meist hat die Verwendung dieses Begriffs eine psychologische Ursache: Neid ist einer der Hauptgründe, weshalb anderen Personen gegenüber solche Kategorisierungen vorgenommen werden. So kommt es öfters vor, dass selbst unter Kindern und Jugendlichen in der Mittelklasse dieses Wort als Beleidigung gegenüber wohl situierten Kollegen und Kolleginnen verwendet wird. Hier muss jedoch erwähnt werden, dass viele diesen Begriff auch ohne des notwendigen Bedeutungswissens anwenden, weil sie ihn von jemand anders einst gehört und als möglicherweise passend empfunden haben.

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