Was ist ein Cardillac-Syndrom? – Aufklärung

Künstler, die Ihre Werke nicht weggeben können, leiden unter dem sogenannten Cardillac Syndrom.
Dies ist als eine ernstzunehmende Erkrankung anzusehen. Die Bezeichnung dieser Krankheit stammt von dem Goldschmied René Cardillac. Dies war ein sehr wohlhabender Goldschmied, der an reiche Menschen seinen wertvollen Schmuck verkaufte. Jedoch nach kurzer Zeit schmiedete der Mann Pläne seinen wertvollen Schmuck sich wieder zurückzuholen.

René Cardillac schreckte dabei vor nichts mehr zurück. Er mordete sogar für seine Gier. Viele kriminelle Taten wurden im Nachhinein aufgedeckt.

Diese Taten wurden sogar in einer Kriminalgeschichte im Jahre 1821 veröffentlicht. Die Novelle „Das Fräulein von Scuderi“ wurde zu einem sehr bekannten literarischen Werk der Geschichte.

Unter psychischen Aspekten sieht man die Handlungen des Goldschmiedes heute vor allem als Dissoziation. Man versteht darunter vor allem, dass das sonst so geordnete Leben und der Alltag von heute auf morgen völlig auseinander fällt. Man erschließt aus der Novelle des 19. Jahrhunderts vor allem, dass der Goldschmied ein hoch angesehener feiner Bürger war. Er lebte in Paris und hatte sogar Arbeiten für den König auszuführen. Doch hinter der Fassade des feinen Herren versteckte sich ein gieriger und kaltblütiger Mörder. Anzusehen war es ihm nicht.

Auch in der heutigen Zeit sind solche Parallelen zu finden. Tagsüber arbeitet man hart und zielstrebig und zu einer anderen Zeit lebt man ein gefährliches und völlig gegensätzliches Leben. Beispielsweise, der harte und exzentrische Chef, der Zuhause ein liebevoller Ehemann und Vater ist.

Das Cardillac Syndrom wurde nur durch die Novelle von E.T.A. Hoffmann bekannt.

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