Ursprung des Davidsterns

Der Davidstern besteht aus zwei Dreiecken, welche übereinander gelegt werden. Genannt wird dies auch Hexagramm. Ursprünglich hatte dieses Zeichen nichts mit den Judentum zu tun. Dies entwickelte sich erst später.

Anfangs war der Stern ein Schutzzeichen gegen böse Geister. Genutzt wurde der Stern so bei den Juden und Arabern der Antike. Dieses Zeichen ist sehr weit verbreitet und ist in unterschiedlichen Religionen (Juden-, Christentum, Islam und Hinduismus) zu finden.

Bereits im 7. Jahrhundert vor Christus wurde das Hexagramm das erste Mal bei den Juden genutzt. Es war aber zu dieser Zeit nicht das wichtigste Zeichen. Erst circa 2500 Jahre später (im 18. Jahrhundert) ist der Stern das Symbol für die Juden geworden.

In der Nachkriegszeit (1948) wurde der Davidstern Teil der Nationalflagge von Israel. Der israelische Staat wurde damals erst neu gegründet.

Religiöse Bedeutung

Religiös gesehen hat der Davidstern unterschiedliche Bedeutungen. Eine davon ist die Beziehung zwischen den Menschen und Gott. Hierbei geht es darum, dass der Mensch durch Gott existiert. Der Stern zeigt dies durch das nach unten weisende Dreieck. Gleichzeitig wird der Mensch irgendwann wieder bei Gott sein. Das wird durch das nach oben weisende Dreieck ersichtlich.

Eine andere Auslegung sind die zwölf Ecken des Sterns. Diese sollen eine Darstellung der zwölf Stämme von Israel sein. Weiterhin enthält dieser Stern sechs Dreiecke, welche für die Schöpfungstage stehen sollen. In der Mitte ist dann noch ein großes Sechseck, was den siebten Tag (Ruhetag) darstellt soll.

Bedeutung der gelben Farbe

Nicht nur im Dritten Reich wurden Juden unterdrückt. Auch im Mittelalter hatten es die Juden sehr schwer und mussten sich kennzeichnen. Dies sollte durch gelbe Stoffflecken erfolgen. In dieser Zeit war die Farbe Gelb das Symbol für das Böse.

Der Davidstern im Dritten Reich

Zur Zeit des Dritten Reiches (ab dem 19.9.1941) war es für alle Juden und die, die als Juden angesehen wurden in Deutschland Pflicht sich selbst mit einem Judenstern zu kennzeichnen. Es gab viele Maßnahmen, mit denen die Juden in dieser Zeit diskriminiert worden sind. Dies war eine davon. Sie mussten sich die gelben Stoff-Sterne kaufen und diese dann auf ihre Kleidung nähen. Damit konnte jeder erkennen, dass diese Menschen Juden waren.

Es gab schon einige Jahre vorher Pläne von Hitler für die Kennzeichnung von jüdischen Menschen. Er wollte damit das Ziel der Ausrottung der Juden schneller verwirklichen.
Vor dieser ganzen Geschichte, lebten die Juden in der Mittelschicht der Gesellschaft und wurden anerkannt. Aber als dies alles geschah, erfolgte ihre Isolierung als Minderheit. Als die Verschleppung in die Konzentrationslager los ging, wurden diese gelben Sterne zur Erleichterung dieser Verschleppung verwendet.

Es kam nicht nur die Verordnung über den Judenstern, sondern noch viele weitere Regelungen, die dazu führten, dass es den Juden immer schlechter ging. Eine weitere Regel enthielt das Verbot den Wohnort zu verlassen. Dies war nur noch mit polizeilicher Genehmigung möglich.

Es wurde aber im Oktober 1941 noch schlimmer. Selbst Deutsche, die in der Öffentlichkeit mit Juden befreundet waren und daraus kein Geheimnis machten, riskierten eine Haftstrafe. Im März des Folgejahres mussten sogar die jüdischen Wohnungen gekennzeichnet werden.

Die Juden durften schon seit den 30er Jahren zahlreiche Berufe nicht mehr ausüben. Selbst das Studieren war den Mitgliedern dieser Religion verboten. Die Juden wurden nach und nach aus allen gesellschaftlichen Bereichen verdrängt.

Ein wichtiger Tag aus dieser Zeit war die Reichsprogromnacht, die am 9.11.1938 geschah. Es wurden an diesem Tag eine große Menge von Synagogen zerstört. An diesem Tag begann auch die Verschleppung in die Konzentrationslager. Allein an der Reichsprogromnacht waren es 30.000 Juden, die dies miterleben mussten. Bis zum Ende des Krieges 1945 starben Millionen Juden in den Konzentrationslagern.

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