Was ist ein Forderungsverkauf? – Erklärung & Beispiel

Bei dem Forderungsverkauf wird dem Namen nach, eine Forderung weiterverkauft. Bei dem Verkauf der Forderung wird die Zahlung sofort geleistet. Die Vorschriften für den Forderungsverkauf finden sich in § 453 BGB. Die Erfüllung des Verkaufs erfolgt durch die Abtretung der Forderungen. Da die Person, die die Forderung überträgt nur für die Berechtigung zum Verkauf und nicht für die Möglichkeit zur Eintreibung haftet, bleibt das Ausfallrisiko auch bei dem neuen Gläubiger bestehen.

Der Unterschied des Forderungsverkaufs gegenüber der Forderungsabtretung ist, dass der Verkauf der eigenen Sicherheit dient. Der Grund dafür ist, dass der neue Gläubiger beim Verkauf der Forderung den Kaufpreis sofort an den bisherigen Gläubiger zahlt. Aus diesem Grund verkaufen viele Gläubiger ihre Forderungen, um die eigene Liquidität oder die des Unternehmens zu verbessern.

Ein Forderungsverkauf ist bei den folgenden Geschäftsarten besonders häufig anzutreffen:

Forderungsverkauf – Inkassogeschäft

Forderungen werden häufig an ein Inkassounternehmen verkauft. Dadurch gehen sowohl alle Ansprüche als auch Risiken aus der Forderung an das Inkassounternehmen über. Dieses treibt das Geld dann selbstständig ein. Wie hoch der Kaufpreis ist, hängt von der Höhe der Forderung ab. Anders als bei anderen Inkassogeschäften, findet bei dem Forderungsverkauf eine komplette Übernahme der Forderung statt.

Forderungsverkauf – Factoring

Dann gibt es noch die Möglichkeit Forderungen an Factoringgesellschaften zu verkaufen. Häufig handelt es sich hierbei um Forderungen aus Lieferungen. Zudem sind die Forderungen, die an Factoringgesellschaften verkauft werden meist mit einer sehr geringen Laufzeit verbunden. Der Verkauf rechtskräftig wird, wird ein Factoringvertrag benötigt. Auch bei dieser Verkaufsart hängt der Preis von der Höhe der Forderung ab.

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Die Factoring Verkäufe lassen sich weiterhin noch in echte und unechte Verkäufe unterteilen. Bei dem echten Factoringverkauf geht das komplette Ausfallrisiko auf die Factoringgesellschaft über. Handelt es sich um einen und echten verkauft, bleibt das Ausfallrisiko beim bisherigen Gläubiger. In diesem Fall lässt sich der Verkauf eher mit einer Abtretung der Forderung beschreiben.

Forderungsverkauf – Forfaitierung

Bei der Forfaitierung werden die Forderungen nicht komplett gekauft. Stattdessen finden einzelne Vereinbarungen statt. Auch bei der Forfaitierung unterscheidet man zwischen einer echten und einer unechten Art. Wie beim Factoring auch, findet der Übergang des Ausfallrisikos an das Unternehmen nur bei einer echten Forfaitierung statt.

Der Forderungsverkauf an eine Forfaitierung wird meist folgenden Situationen angewendet.:

  • Finanzierung des Exports: Besitz der Exporteur Forderungen aus dem Export Geschäft, kann er diese an die Bank übertragen, welche ihm die Forderung Summe sofort auszahlt.
  • Leasing: viele Gesellschaften verkaufen ihre Forderungen aus einem Leasinggeschäft, um an mir Liquidität für das Unternehmen zu kommen.

Forderungsverkauf – Zusammenfassung

  • es handelt sich bei dem Forderungsverkauf um ein rechtliches Kaufgeschäft nach dem BGB.
  • Der Grund für den Verkauf einer Forderung ist meist die Erlangung neuer Liquidität für das Unternehmen.
  • Der Verkauf findet oft an Inkasso-, Factoring- und Forfaitierungsgesellschaften statt.

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