Was ist ein Geldinstitut? Aufklärung

Was ist ein Geldinstitut

Vielleicht haben Sie den Begriff „Geldinstitut“ schon öfters gehört und sich gefragt, wo eigentlich der Unterschied zu einer Bank oder einer Sparkasse liegt?

Begriffserläuterung und Geschichte

Zunächst einmal ist ein Geldinstitut im Grunde genommen nichts anderes als eine Bank. Der Duden definiert es als ein

„Unternehmen, in dem Geld eingezahlt, abgehoben oder gewechselt werden kann.“

Man vermutet, dass die ersten Geldinstitute und Banken etwa 2000 vor Christus in Mesopotamien (Vorderasien) entstanden sind. Die genaue Entstehung der weltweiten Geldwirtschaft ist noch immer ein Phänomen, das historisch nicht ganz geklärt werden konnte.

Wie Geldinstitute entstanden

Irgendwann in der Geschichte haben Menschen angefangen, mit Geld zu bezahlen, statt Waren direkt zu tauschen. Geld ermöglichte den Leuten zunächst eine Vereinfachung des Handels und ermöglichte wirtschaftliche Beziehungen auch über die Grenzen einer Ortschaft oder Siedlung hinaus. Die eingenommenen Gelder konnten, ganz anders als viele verderbliche Waren, angespart werden. Da die Zeiten unsicher waren, verdingen sich einige Menschen mit der Dienstleistung, Geld sicher zu verwahren. Die ersten Geldinstitute waren entstanden.

In der Folge kam die Geldwirtschaft durch frühe Geldinstitute erst so richtig in Gang. Findige Geldverwahrer kamen auf die Idee, die eingelagerten Summen an bedürftige Menschen zu verleiten und dafür eine Gegenleistung, den Zins, zu verlangen. Da ein Geldinstitut für diese Dienstleistung praktisch kaum Mühen aufbringen muss, kamen sie schnell zu großen Einnahmen und beträchtlichen Gewinnen. Trotzdem haftete der Geldwirtschaft und den Zinsen schon sehr früh in der Menschheitsgeschichate auch etwas Verwerfliches an. Mit zunehmendem Erfolg verlangten Banken immer höhere Gebühren und Zinsen, sodass Obrigkeiten schon bald die Regulation der Geldwirtschaft übernehmen mussten.

Noch heute nutzen die Menschen Geldinstitute vorzugsweise, um das eigene Geld sicher zu verwahren, Geld gegen Zinsen zu leihen oder selbst für Spareinlagen ein paar Zinsen zu bekommen. Zudem wickeln Geldinstitute und Banken heute einen Großteil des bargeldlosen Zahlungsverkehrs ab.

Unterschiede zwischen Bank, Geldinstitut, Kreditinstitut und Sparkasse

In unserer heutigen Zeit bezeichnen alle diese Wörter die gleichen Einrichtungen und Strukturen. Hervorgegangen sind sie jedoch aus leicht verschiedenen Hintergründen rund um die Finanzwirtschaft.
Als Geldinstitute oder Geldhäuser werden traditionell eher die altehrwürdigen feinen und weitreichend operierenden Banken bezeichnet.

Die Sparkassen dagegen gingen aus kleinen regionalen Geldinstituten hervor, die sich insbesondere der rentablen Geldwirtschaft für einfache Leute auf dem Lande verschrieben hatten. In früheren Zeiten lag der Fokus der Sparkassen dabei, den Leuten gegenüber den großen und teuren Geldhäusern gewisse Vorteile zu verschaffen. Viele Sparkassen waren Eigentum der Kommunen oder wurden von kleinen Verwaltungsdistrikten unterhalten. Ganz ähnlich verhält es sich dem regionalen Pendant der Raiffeisen Bank, die sich ebenfalls aus dem landwirtschaftlichen Handel entwickelt hat.

Das Wort Bank ist heute neben Kreditinstitut die geläufigste und auch neutralste Bezeichnung für ein Geldinstitut. „Bank“ geht auf das alte langobardische Wort „banca“ für Tisch zurück und bezeichnet den Tresen hinter dem die Bankiers ihre Arbeit verrichteten. Heute haben sich der Geldhandel und die Kreditwirtschaft weitestgehend angepasst. Wir haben nahezu einheitliche Zinsen, eine alles regulierende Zentralbank und die Kontrolle der Geldwirtschaft durch die Politik. So wie die Bezeichnungen inzwischen verschwommen sind, haben sich die Leistungen der Banken in einer Weise angeglichen, dass kaum mehr Unterschiede bemerkbar sind.

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