Was ist ein indikatives Angebot? Aufklärung

Was ist ein indikatives Angebot?

Im Normalfall findet der Verkauf von Gütern über ausgezeichnete Preise wie zum Beispiel im Supermarkt statt. Sollten kommunale Firmen und Immobilien oder Unternehmen veräußert werden, geschieht dies allerdings nach bestimmten, speziellen Verfahren beziehungsweise durch bestimmte Angebots- und Gebotsabgaben. Dieser Beitrag soll Ihnen das sogenannte indikative Angebot näherbringen, sodass Sie anschließend genau wissen, um was es dabei geht.

Was ist ein indikatives Angebot?

Ein indikatives Angebot trägt keinen verbindlichen Charakter und ist aufgrund dessen sehr gut für die Vorauswahl geeignet. Es kann erkannt werden, dass unter dem indikativen Angebot ein erstes Angebot im Vergaberecht bezeichnet wird, welches unverbindlich ist. Der Bewerber gibt das indikative Angebot in der Dialogphase von dem Vergabeverfahren ab. Auf der Basis von den indikativen Angeboten sowie den Bedürfnissen von der jeweiligen Stelle werden dann die Voraussetzungen für das folgende verbindliche Angebot erarbeitet.

Wie kann ein indikatives Angebot im Zuge eines Bieterverfahrens abgegeben werden?

Die Interessenten müssen Gebote abgeben. Das Ganze funktioniert im Zuge von speziellen Ausschreibungen. Das kann ein Verkaufsverfahren, ein Auktionsverfahren oder ein Bieterverfahren sein. Die Angebote dürfen je nach Ausschreibungsmodus einen unverbindlichen oder einen verbindlichen Charakter tragen. Im Normalfall gibt der Verkäufer, welcher für das Verfahren verantwortlich ist, auch vor, wie dieses abzulaufen hat. Das indikative Angebot stellt die erste Stufe von dem Bieterverfahren dar. Das Ergebnis soll eine Vorauswahl sein mit potenziellen Investoren. Der Bieter muss für jegliche Kosten aufkommen.

Wie läuft das Verfahren ab?

Ganz am Anfang wird eine Information ausgeschickt. Diese Information enthält zum einen den inhaltlichen Ablauf des Verkaufs und zum anderen den zeitlichen Ablauf. Der Verkäufer gibt an jeden Investor die gleichen Vorgaben bezüglich des Inhaltes und des Zeitrahmens. In den inhaltlichen Vorgaben werden wichtige Details festgehalten. Das wäre zum Beispiel wie das bindende und das indikative Angebot gestaltet sein müssen.

Die zeitlichen Vorgaben betreffen meist feste Termine, also über welchen Zeitraum sich das Verfahren wahrscheinlich erstrecken wird. In den meisten Fällen wird ein interessierter Käufer vorab ein indikatives Angebot nach den Vorgaben des Verkäufers abgeben. Nachdem die indikativen Angebote eingegangen sind, wählt der Verkäufer die Unternehmen aus, welche in die nächste Runde mit ihrem Angebot kommen. Nur diese Interessenten haben nun die Möglichkeit, an den Verkaufsverhandlungen teilzunehmen. Die Verkaufsverhandlungen können lange Zeit andauern.

Die Fragen müssen schriftlich abgearbeitet werden, die Preise müssen konkretisiert werden und das Ganze muss verbindlich gemacht werden. Es kann erkannt werden, dass das ganze Szenario von dem Verkäufer und seinen Ansprüchen, seinen Wünschen und seinen Vorgaben abhängt. Das Bieterverfahren wird vor allem dann eingesetzt, wenn sich das Unternehmen in einer Insolvenz befindet. Dies resultiert daraus, da hier ein sehr großer Zeitdruck vorliegt und aufgrund dessen auf die Einholung von einem indikativen Angebot verzichtet wird. In einem Insolvenzverfahren muss das Ganze meist binnen drei Monaten erledigt sein. Aufgrund dessen wird hier keine Vorauswahl an Interessierten getroffen.

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