Was ist ein Innovationsfond? – Erklärung & Beispiel

Innovationsfond schnell und einfach erklärt

Der Innovationsfond geht auf das Versorgungsstärkungsgesetz des Jahres 2015 zurück und ist auf drei Jahre beschränkt. Dieser hat zur Aufgabe, die Versorgungsforschung wie auch die integrierte Versorgung mit finanziellen Mitteln zu unterstützen. Mit dem jährlichen Investitionsvolumen von 300 Millionen Euro soll eine Stärkung und Verbesserung des Gesundheitswesens angestrebt werden.

Im Rahmen des Versorgungsstärkungsgesetztes von 2015 wurde der Innovationsfond aufgesetzt, der die integrierte Versorgung wie auch die Versorgungsforschung künftig stärken soll. Die Laufzeit ist auf drei Jahre, von 2016 bis 2019, beschränkt. Rechtlich verankert ist der Fond in den Paragraphen 92a und 92b SGB V.

Förderungsziel des Innovationsfonds

Der Innovationsfond hat grundsätzlich die Förderung des Gesundheitswesens als Aufgabe. Mit Hilfe der integrierten Versorgung wird der Fond für eine stärkere Vernetzung unterschiedlicher Fachdisziplinen und Sektoren zur Synergiebildung und Kostenreduktion genutzt. Im Allgemeinen bedeutet das die Verknüpfung von Fachärzten, Hausärzten und Krankenhäusern zur Qualitätssteigerung der Patientenversorgung und damit verbundener Erhöhung des Gesundheitszustands. Gleichermaßen sollen Effizienssteigerungen erzielt und somit Gesundheitskosten gesenkt werden.

Die zweite Hauptaufgabe des Innovationsfonds ist die Förderung von Forschungsprojekten im Bereich der Versorgung.

Darunter ist die grundlegende Forschungsarbeit an Kranken- und Gesundheitsthemen zu verstehen. Primäres Ziel ist die Pflege, Diagnose, Betreuung und Behandlung pflegebedürftiger und kranker Personen nachhaltig zu verbessern. Die Art der Gesundheitsversorgung ist dabei nicht von Relevanz. So können beispielsweise Krankenhäuser und Arztpraxen modernisiert werden oder neue, gesundheitsfördernde Technologien erworben werden.

Aufteilung der Förderungsmittel

Jährlich steht dem Innovationsfond ein Investitionsvolumen in Höhe von 300 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Summe stammt aus aus gleichen Teilen aus Krankenkassenbeiträgen und Liquiditätsreserven des Gesundheitsfonds. Dabei fließen 75 Millionen Euro pro Jahr auf die Versorgungsforschung und die restlichen 225 Millionen Euro auf die integrierte Versorgung und somit auf die Förderung neuer Versorgungsformen.

Entscheidungsträger bei förderwürdigen Projekten

Über die Zustimmung bzw. Ablehnung eines Projektes durch einen Förderantrag, entscheidet der Investitionsausschuss. Dieses ist als „Gemeinsamer Bundesausschuss“ zusammengefasst und umfasst folgende Organe:
• Bundesministerium für Gesundheit
• Bundesministerium für Bildung und Forschung
• Deutsche Krankenhausgesellschaft
• Kassenärztliche Bundesvereinigung
• Vertreter der Krankenkassen
• Vertreter von Patienten und Selbsthilfe

Der Ausschuss legt weiterhin die Kriterien für die Förderung fest. Demnach werden Projekte gefördert, die „eine Verbesserung der sektorenübergreifende Versorgung zum Ziel haben und hinreichendes Potential aufweisen, um dauerhaft in die Versorgung aufgenommen zu werden“.

Zusammenfassung und Definition des Innovationsfonds

• Innovationsfond dient als Instrument zur Förderung der integrierten Versorgung und der Versorgungsforschung
• Der Investitionsausschuss als oberstes Gremium prüft und genehmigt Förderanträge
• Die jährliche Fondssumme umfasst 300 Millionen Euro

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