Was ist ein Intrastat? – Erklärung & Beispiel

Intrastat schnell und einfach erklärt

Intrastat ist eine internationale Datenbank, in die sämtliche Unternehmen, die am europäischen Warenverkehr teilnehmen, verpflichtet sind, Daten und Statistiken ihrer Handelsströme einzutragen. Der Begriff ist eine Abkürzung für die Innergemeinschaftliche Handelsstatistik und basiert auf den Gesetzen und Richtlinien der Europäischen Union.

Bei Intrastat handelt es sich um eine Gemeinschaftsstatistik über den innereuropäischen Warenverkehr innerhalb der EU-Staaten, die den strengen Richtlinien und Verträgen der europäischen Staatengemeinschaft entspringen. Die korrekte Bezeichnung lautet Innergemeinschaftliche Handelsstatistik oder kurz ICTS.

Erhebung und Erfassung der Daten

Alle Unternehmen, die den europäischen Warenverkehr bedienen, sind verpflichtet, sämtliche Daten über den Verkehr direkt zu erfassen und selbstständig weiterzuleiten. Diese „Intrastat-Meldung“ ist gesetzlich für alle Teilnehmer verpflichtend.

In Deutschland erfolgt de Meldung gegenüber dem Statistischen Bundesamt und ist, abhängig vom Umfang des Volumens, monatlich oder jährlich anzugeben. Unternehmen mit einem Umsatz unter 500.000 Euro pro Jahr sind von dieser Regelung ausgeschlossen. Dabei erfasst das Amt nicht nur die Warenbewegungen, sondern weitere wirtschaftsrelevante Kennzahlen. Darunter fallen auch Dienstleistungen oder andere Eigentumsübertragungen.

Erfassungszweck

Das Intrastat dient als hilfreiches Instrument für wirtschaftspolitische Zwecke. Denn die gewonnen Daten liefern wertvolle Erkenntnisse zur Entwicklung des innereuropäischen Handels. Dadurch können künftige Entscheidungen seitens der Politik besser getroffen werden, sodass Wohlstand und Wachstum weiter voranschreiten.

Probleme mit Intrastat und den unterschiedlichen Meldepflichten

Intrastat besitzt kein einheitliches Meldeformular. Stattdessen existieren in den einzelnen Ländern unterschiedliche Vorgaben zur Meldepflicht. Weder die Art und Wiese noch Umsatzbeschränkungen sind einheitlich geregelt. Das führt zu einer nicht repräsentativen Auswertung, die somit als nicht signifikant, aber dennoch als bemerkbar eingestuft wird. Dadurch verliert sie gewissermaßen an Relevanz.

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