Was ist ein Kauf auf Probe? – Erklärung & Beispiel

Bei einem Kauf auf Probe, kann ein Kunde die Ware für eine bestimmte Zeit testen. Der Kunde kann sich innerhalb dieses Zeitraumes frei entscheiden, ob er die Ware kaufen möchte oder sie einfach zurück gibt. Nur wenn der Kunde sich innerhalb des Zeitraums sich entscheiden, geht die Ware automatisch als gekauft und der Kunde ist zur Zahlung verpflichtet. Die Form dieses Vertrags wird in den § § 454 und 455 BGB festgehalten.

Funktionsweise

Nach § 1 HGB ist jedoch ein Betreiber eines Handelsgewerbes ein Kaufmann nach dem HGB. Etwas anderes gilt nur, wenn das Unternehmen nicht auf einen kaufmännischen Geschäftstrieb angewiesen ist. Ist dies der Fall, wird von einem Betreiber eines Kleingewerbes gesprochen anstatt eines Kaufmanns. Die Kaufmannseigenschaft kann jedoch auch hierbei durch den Eintrag ins Handelsregister erlangt werden.

Zweck des Kauf auf Probe

Für die Erreichung der maximalen Leistungsfähigkeit stellt die Kapazitätsplanung für Unternehmen oft eine ideale Lösung dar. Hierbei wird genau berechnet, welche Anzahl notwendiger Ressourcen benötigt wird.

Widerrufsrecht und Rücknahme aus Kulanz

Es darf jedoch keine Verwechslung mit dem Widerrufsrecht geben. Bei diesen kann ein Kunde ein Produkt 14 Tage testen und danach vom Widerrufsrecht Gebrauch machen und es zurückgeben, ohne es kaufen zu müssen. Zusätzlich gibt es bei vielen Unternehmen noch ein freiwilliges Rückgaberecht. Dieses wird dann als Kauf auf Probe ausgestaltet. Die Frist der Widerrufsfrist und des freiwilligen Rückgaberecht müssen getrennt voneinander beachtet werden. Wie gehen müssen die Fristen auf einander erfolgen. Dies bedeutet, dass bei der gleichen Länge nur eine Frist gilt.

Viele Unternehmen bieten jedoch ein viel längeres Rückgaberecht, meistens von bis zu 30 Tagen an. Oft werden in den allgemeinen Geschäftsbedingungen folgende Bedingungen erwähnt: Zunächst gilt für 14 Tage der Kauf auf Probe. Nach Ablauf der Frist gilt für weitere 14 Tage die gesetzliche Widerrufsfrist.

Der Grund dafür ist, dass ein Unternehmen die gesetzliche Widerrufsfrist nicht einfach ersetzen darf. Möchte ein Unternehmen somit ein 30-tägiges Rückgaberecht einführen, muss dieses meist mit der Widerrufsfrist verknüpft werden.

Durch diesen Effekt wird das Management dazu gezwungen Sparmaßnahmen vorzunehmen. Stille Reserve sind oft aufgrund des Gläubigerschutzes der Geschäftsführung eine Folge. Auf der anderen Seite sind zu viele dieser verstecken wie liquiden Mittel rechtlich nicht erlaubt.

Aus diesem Grund muss ein Unternehmen sein Kapitalbedarf stetig durch Eigenkapital oder Fremdkapital decken. Handelt es sich um Eigenkapital dann sind dies meist einnahmen aus dem Betrieb, die durch den Verkauf der Produkte erreicht werden. Fremdkapital Sind häufig Kredite. Oft werden auch Aktien verkauft.

Kauf auf Probe – Zusammenfassung

  • Es kann eine Rückgabe der Ware innerhalb der Billigungsfrist erfolgen.
  • Nach Ablauf der Frist gilt die Ware als gekauft.
  • Dieses Rückgaberecht wird von vielen Händlern im Internet als Werbung genutzt.
  • Der Kauf auf Probe ist vom Widerrufsrecht sowie der Rücknahme aus Kulanz zu unterscheiden.

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