Was ist ein Komparativ & Superlativ? Aufklärung & Beispiele

Was ist ein Komparativ & Superlativ

Für Adjektive gibt es im Deutschen drei Steigerungsformen, den Positiv, den Komparativ und den Superlativ.

Hierbei ist der Positiv die Grundform:

Anna ist groß.
Oder auch:
Julia hat lange Beine.

Was ist nun der Komparativ:

Wenn man die Eigenschaften zweier Dinge oder Personen miteinander vergleichen will, kommt der Komparativ ins Spiel. Er zeigt den Unterschied an:
Anna ist groß, aber Lukas ist größer.
Julia hat lange Beine, aber Sebastian hat längere Beine.

Was ist der Superlativ:

Der Superlativ ist nun die höchste Steigerungsform dieses Vergleich:
Anna ist groß, Lukas ist größer und Fabian ist am größten.
Julia hat lange Beine, Sebastian hat längere Beine und Hannahs Beine sind am längsten.

Hierbei unterscheidet man außerdem zwischen dem adverbialen und dem attributivem Gebrauch des Adjektivs. Adverbial bedeutet, das Adjektiv bezieht sich auf ein Verb im Satz:
Anna läuft schnell.
Attributiv bedeutet wiederum, dass das Adjektiv vor einem Nomen steht:
Julia hat lange Beine.

Wortendungen:

Normalerweise werden alle Adjektive auf die gleiche Art gesteigert. Der Komparativ endet immer auf -er, der Superlativ im Normalfall auf -ste oder am…-sten. Bei Wörtern mit den Endungen -s, -ß, -sch, -d, -t, -tz, -x wird der Superlativ allerdings mit -este oder -esten gebildet.

Die Limo ist kalt, kälter, am kältesten.
Das ist der glatte Boden, der glättere Boden, der glätteste Boden.

Superlativ mit bestimmtem und unbestimmtem Artikel:

Die Endung des Superlativs hängt ebenso ab, ob der Artikel davor bestimmt oder unbestimmt ist. Der unbestimmte Artikel wird beim Superlativ mit am…-sten gebildet:

Das blaue Auto ist schnell.
Das grüne Auto ist noch schneller.
Aber das rote Auto ist am schnellsten.

Der bestimmte Artikel zeigt hingegen den Genus (Geschlecht) an und die Endung wird mit -ste gebildet:
Katrin ist schlau.
Markus ist der schlauere von beiden.
Aber Luisa ist die schlauste von den dreien.

Ausnahmen:

Es gibt jedoch auch Ausnahmen bei der Steigerung von Adjektiven, die sogenannten unregelmäßigen Adjektive. Ein Beispiel dafür ist das Wort gut. Es gibt keine Steigerung güter, oder am gütesten. Sondern hier wird für den Komparativ und der Superlativ mit einem neuen Wort gebildet:
Das Essen ist heute gut. Das Essen war gestern besser. Das Essen wird morgen am besten sein.

Außerdem gibt es noch die sogenannten Superlativadverbien, die schon in der höchsten Steigerungsform existieren und darum nicht weiter gesteigert werden können:

Wie geht es Olaf? Bestens.
Du musst spätestens mittags zu Hause sein.
Er ist der einzige Junge mit einer Mütze.
Die Antwort war falsch.

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