Was ist ein Kredit? – leichte Erklärung & Beispiel

Bei einem Kredit werden einem Geld oder Sachen für einen bestimmten Zeitraum überlassen, jedoch nicht geschenkt. Die Rückzahlung kann auf verschiedene Arten erfolgen.

Ein Kredit wird von den meisten Unternehmen oder Privatpersonen dazu genutzt, um den finanziellen Bedarf zu decken bzw. einen finanziellen Engpass zu überbrücken. Dafür wird ihnen von einer Bank oder einem anderen Kreditgeber Geld geliehen und beide Vertragsparteien einigen sich über die Konditionen sowie die Rückzahlung des Kredits.

Vertraglich werden dann der Zweck des Kredits, die Zinsen und weitere Einzelheiten festgelegt. So gibt es auch spezielle Bezeichnungen wie Baugeld, Darlehen, Beamten-Kredit oder Privatkredit. Jedes dieser Formen ist grob gesehen ein Kredit.

Die verschiedenen Arten von Krediten

Im Folgenden werden die drei wichtigsten Kredittypen genauer beschrieben:

Der Ratenkredit
Das wichtigste Merkmal eines Ratenkredits sind die gleichbleibenden Raten im Monat. Zudem ist diese Kreditform von einem anfangs hohem Zinsanteil geprägt. Ein Ratenkredit wird oft bei Kfz-Darlehen oder Darlehen ohne Verwendungszweck genutzt. Die monatlichen Raten besitzen zudem einen sinkenden Zinsanteil.

Der Dispokredit
Der Dispokredit zeigt sich in Form einer Kontoüberziehung. Hier wird dem Kunden die Möglichkeit von einer Bank geboten sein Girokonto bis zu einem bestimmten Rahmen zu überziehen. Diese Form des Kredits läuft ohne festen Rückzahlungsplan. Zinsen müssen nur für die beanspruchte Summe gezahlt werden.

Die Baufinanzierung
Bei der Baufinanzierung findet in den meisten Fällen eine Übertragung des Grundpfandrechts einer Immobilie als Sicherheit statt. Diese wird dann vom Kreditnehmer an den Kreditgeber übertragen. Laufzeit und Rückzahlung werden meist anders geregelt, als bei gewöhnlichen Krediten.

Neben diesen 3 Typen gibt es noch weitere Arten von Krediten, die in der Bezeichnung meist auch die genaue Verwendung widerspiegeln, wie bei dem Autokredit, dem Urlaubskredit oder dem Renovierungskredit. Daneben gibt es auch noch einen Beamtenkredit, der dieser Personengruppe bessere Konditionen bieten soll.

Darüber hinaus weisen viele weitere Kreditbezeichnungen auf die jeweiligen Eigenschaften hin: Urlaubs-, Auto- und Renovierungskredite dienen zum Beispiel einem bestimmten Zweck. Beamtenkredite richten sich speziell an Beamte, die aufgrund ihres sicheren Arbeitsplatzes meist bessere Konditionen erhalten.

Bonitätsprüfung vor der Kreditvergabe
Damit Banken und andere Kreditgeber eine Sicherheit haben, dass der Kredit vom Verbraucher auch zurückgezahlt werden kann, wird immer eine Bonitätsprüfung vorgenommen.

Schufa-Auskunft
Die Schufa-Auskunft beinhaltet Informationen über bestehende Kredite und Zahlungs-Versäumnisse von den Verbrauchern. Bei Banken ist es generell so, dass der Kredit bei einer negativen Bonitätsprüfung abgelehnt wird. Hierbei wird die Bonität von einem Computer geprüft. Dies bedeutet, dass selbst ein einziger negativer Eintrag bereits zur Ablehnung führt, da nicht individuell entschieden wird. Bei anderen Kreditgebern kann es durchaus sein, dass auch bei einigen negativen Einträgen in der Schufa noch ein Kredit vergeben wird. Dies führt jedoch oft zu einem hören Zinssatz.

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Einkommensnachweise
Neben der Schufa-Auskunft wird von den Kreditgebern auch ein Einkommensnachweis verlangt. Durch diesen bekommen die Kreditgeber eine gewisse Sicherheit darüber, dass der Kreditnehmer seinen Kredit beziehungsweise die Raten zukünftig pünktlich bezahlen kann. Hierbei ist sowohl die Höhe des Einkommens als auch die Art, sprich, ob es sich um ein geregeltes Einkommen handelt, entscheidend.

Kosten eines Kredits

Bei einem Kredit erhält man zwar Geld, dennoch muss man dafür auch etwas zahlen. Dies bedeutet, dass man aufgrund der Zinsen am Ende mehr zurück zahlt als man am Anfang erhalten hat. Aus diesem Grund ist es wichtig sich vor dem Abschluss eines Kredits ausreichend über die verschiedenen Angebote zu informieren, und die günstigste Alternative zu wählen.

Hierbei sollte jedoch nicht nur der Nominalzins beachtet werden. Oft nämlich, liegt der tatsächliche Zins viel höher. Auch fallen oft Bearbeitungsgebühren bei der Berechnung des Effektivzinssatzes an.

Beispiel:
Die Summe des Kredits beträgt 1000 €. Der Kredit wird für ein Jahr beantragt und hat zu Beginn einen Nominalzins von 5 %. Die Raten für den Kredit sollen monatlich gezahlt werden. Die monatlichen Raten betragen ohne Gebühren 85,61 €. Daraus ergibt sich ein Effektivzinssatz von 5,12 %. Fällt nun noch eine zusätzliche Gebühr für die Bearbeitung in Höhe von 20 € an, steigen die Raten im Monat um mehr als ein Euro und sind die Raten betragen dann 87,32 €. Der neue Effektivzinssatz beträgt dann 9,07 %. Wie sich zeigt, kann bereits eine kleine Bearbeitungsgebühr zu viel hören Kosten führen.

Weitere Konditionen eines Kredits

Neben der Gebühren und den Zinsen sowie den monatlichen Raten stellt sich auch oft die Frage einer flexiblen Rückzahlung. Dies bedeutet, dass der Kreditnehmer seine Schulden außerhalb der festgelegten Raten zahlen kann und es so zu Sondertilgungen kommen. Für den Kreditnehmer stellt sich der Vorteil, dass dadurch die Zinsen insgesamt niedriger ausfallen.

Manche Kreditnehmer wollen ihre Zahlungen auch kurzzeitig unterbrechen. Generell muss dies immer mit dem Kreditgeber abgesprochen werden und im Einzelfall wird darüber entschieden. Viele Kreditgeber zeigen sich jedoch kulant und gewähren eine Unterbrechung oder eine Sonderrückzahlmöglichkeit.

Kredit – Zusammenfassung

Es gibt unterschiedliche Kreditkarten.

  • vor Gewährung eines Kredits wird eine Bonitätsprüfung durchgeführt.
  • der Zinssatz kann je nach Bank variieren.
  • es gibt mehrere flexiblere Rückzahlungsmöglichkeiten.

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