Was ist ein Kreuzrahmen aus Holz beim Bau? Aufklärung

Was ist ein Kreuzrahmen aus Holz beim Bau

Wer versucht, sich im Internet nach einem Kreuzrahmen schlauzumachen, der wird zuerst nur auf Bauteile aus dem Fahrradbau stoßen. Dabei zählen Holzkreuzrahmen zu dem klassischen Konstruktionsvollholz (KVH) im gesamten Baubereich. KVH ist veredeltes Bauschnittholz. Dieses unterliegt gemäß einer Verbändevereinbarung vom “Bund Deutscher Zimmermeister” wie auch der “Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz” einer höheren Qualitätsanforderung nach DIN 4074.

Es besteht vor allem aus Kanthölzern, welche aus Nadelvollholz gefertigt wurden. Hier können Tanne, Kiefer, Douglasie, Lärche oder Fichte genutzt werden. Sie sind im Holzhandel in unterschiedlichen Größen, Qualitäten und mit diversen Oberflächen erhältlich. Es sind stabile Balken aus Vollholz, welche mindestens eine Kantenlänge von vier bis sechs Zentimeter verfügen. Wo der hölzerne Kreuzrahmen zum Einsatz kommt und wie genau er seine stützende Funktion erfüllt, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Verwendung von Kreuzrahmen im Holzbau

Zum Einsatz kommen die stabilen Holzelemente beispielsweise bei Unterkonstruktionen für Treppen oder Türrahmen. Dabei wird zwischen zwei Arten des Kreuzrahmens unterschieden. Der Kreuzrahmen aus Holz kann im Bau sowohl im sichtbaren als auch im unsichtbaren Bereich verwendet werden. Bei Konstruktionsvollholz im sichtbaren Bereich spricht man von KVH-Si. Diese werden mehrheitlich zuerst gehobelt und gefast. Bei gefastem Holz ist eine Kante “gebrochen”.

Das bedeutet, dass die Ecken der zuerst gehobelten Seitenflächen ebenfalls, bei einem 45º-Winkel gehobelt werden. Die so entstehende schräge Fläche ist die Fase. Für den Laien entsteht eine leicht abgerundete/abgeschrägte aussehende Kante, die wesentlich schonender ist als die klassische spitze Kante. Diese Art der Kreuzrahmen werden vor allem im Möbelbau verwendet. So entstehen mit ihrer Hilfe beispielsweise Hochbetten, Betten, Gartenmöbel, Tische und Kommoden/Regale.

Konstruktionsvollholz für nicht sichtbare Bereiche nennt man verkürzt auch KVH-NSi. Sie werden in der Dachlattung, im Türrahmenbau und bei anderen Konstruktionen im Hausbau verwendet. Daher werden sie überwiegend ungehobelt genutzt. Kreuzrahmen für Dachlatten und Co. werden aus Gründen der Qualitätssicherung wie auch aufgrund der Bausicherheit gemäß DIN 4074 der Dachlattenregelung gefertigt. Darüber hinaus werden Kreuzrahmen auch für den Bau von Bungalows benötigt, für Carports oder Unterstände.

Holzkreuzrahmen – besonders stabil und tragfähig

Kreuzrahmen werden aus Holz gebaut, welches von Natur aus schon sehr resistent gegenüber äußeren Einflüsse ist. Wind und Wetter, Feuchtigkeit und Hitze haben kaum Einfluss auf das verwendete Nadelvollholz. Die aus einem Stamm geschnittenen Kanthölzer werden vom Herz des Stamms getrennt geschnitten. Das sorgt zusätzlich für eine höhere Festigkeit, da Schwundrissen vorgebeugt wird.

Das Holz an sich ist trockener als andere Varianten. Die Feuchtigkeit darf bei 15 % +/- 3 % liegen. Dadurch das Nadelholz keine Tracheen (Röhren für den Feuchtigkeitstransport) besitzt, weist es eine höhere Dichtigkeit auf. Dabei ist der Unterschied zwischen dem Früh- und Spätholz des Baumes deutlich an markanteren Jahresringen zu erkennen. Generell sorgt der Aufbau vom Holz der Nadelbäume für robuste und strapazierfähige Bauteile.

Für spezielle Baumaßnahmen kann es jedoch zusätzlich mit einer Imprägnierung versehen werden. Mit der Kesseldruckimprägnierung wird dem Holz zuerst Feuchtigkeit entzogen und später durch Schutzflüssigkeit ersetzt. So wird der Kreuzrahmen aus Holz noch resistenter gegen Feuchtigkeit und Nässe.

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