Was ist ein Nachfragemonopol? Beispiele & Erklärung

Was ist ein Nachfragemonopol

Um die Frage zu klären was ein Nachfragemonopol ist, muss zunächst die Frage geklärt werden, was ein Monopol generell ist.

Monopole allgemein

Ein Monopol stellt eine Marktform da, in der es keinen Wettbewerb gibt. Daher kann hier keine Preisbildung durch Angebot und Nachfrage erfolgen.
Der Grund, warum Monopole entstehen, sind vielfältig. Beispielsweise können dafür Patente oder hohe Fixkosten verantwortlich sein.
Monopole treten in der Regel auf der Angebotsseite auf und werden dort noch in weitere Kategorien unterteilt.

Das Nachfragemonopol

Das Nachfragemonopol hingegen tritt, wie der Name es schon sagt auf der Seite der Nachfrager auf. Es gibt somit eine Vielzahl Anbieter eines Produktes jedoch nur einen Nachfrager. Diese Form des Monopols nennt man auch Monopson.

Vorteil für den Nachfrager ist, dass er die Marktmacht besitzt und damit in der Lage ist, den Preis für das nachgefragte Produkt in weiten Teilen selbst zu bestimmen.

Das Nachfragemonopol in der Realität

In der Realität kommt ein Nachfragemonopol sehr selten vor.
Wenn ein Nachfragemonopol auftritt, dann ist der Nachfrager in der Regel der Staat für Güter, die von normalen Verbrauchern nicht benötigt werden.

Ein gutes Beispiel für ein solches Nachfragemonopol mit dem Staat als einziger Nachfrager ist das Angebot von Militärprodukten.
Auch wenn es viele Anbieter von Militärprodukten gibt, so bleibt der einzige Nachfrager immer das Militär. Die Tatsache, dass es weltweit Militär gibt und sich somit die Anzahl der Nachfrager vermehrt, ist nicht relevant. Denn jedes Militär braucht unterschiedliche Ausrüstungsgegenstände und Spezifizierungen von Produkten, um den Anforderungen in ihrem Land gerecht zu werden.

Das beschränkte Nachfragemonopol

Eine etwas andere Art des Nachfragemonopols ist das beschränkte Nachfragemonopol.
Hierbei gibt es auch nur einen Nachfrager, jedoch ist auch die Anzahl der Anbieter überschaubarer.
Auch in dieser Form des Nachfragemonopols ist in der Regel wieder der Staat der einzige Nachfrager.
Beispiele für Güter in einer solchen Form des Monopols können beispielsweise Straßen sein. Nur der Staat benötigt Straßen, beispielsweise in Form von Autobahnen.

Beispiel für ein Nachfragemonopol

Wie bereits zuvor beschrieben findet man in der Realität sehr selten Nachfragemonopole und in der Konsumwelt von normalen Verbrauchern tritt diese Monopolform erst gar nicht auf. Daher ist das Beispiel nicht als real existierend anzusehen, soll jedoch eindrücklich aufzeigen, was ein Nachfragemonopol ist und wie es funktioniert.

Stellen Sie sich vor sie wohnen in einer kleinen Stadt. Das Symboltier der Stadt ist ein blaugrün gestreifter Hase aus Porzellan. Dieser steht an jedem öffentlichen Ort der kleinen Stadt, weil die Bewohner der Stadt ihn auch als Glücksbringer ansehen. Dementsprechend werden die Hasen täglich oft angefasst und die Farbe verblasst sehr schnell. Manchmal fallen die Hasen auch von ihren Podesten oder werden von Randalieren kaputtgemacht.

Es besteht also eine regelmäßige Nachfrage der Stadt, damit immer genügend Hasen im Stadtbild vorhanden sind. Im Umkreis der kleinen Stadt befinden sich mehre Firmen die blaugrün gestreifte Hasen aus Porzellan anfertigen. Die Stadt fragt also in regelmäßigen Abständen die Firmen nach Angeboten für solche grünblau gestreiften Hasen und wählt anschließend das preisgünstigste aus.

Weil jedoch alle Firmen überleben wollen, werden sie bei der nächsten Angebotsanfrage versuchen das vorherige Angebot zu unterbieten, um selbst als Produzent gewählt zu werden. Das macht die Sache für die Stadt günstiger und sie hat die Preisgestaltung selbst in der Hand, indem sie das für sie beste Angebot wählt.

Hat dir der Beitrag gefallen?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here