Was ist ein Nischenmarkt? – Erklärung & Beispiel

Definition Nischenmarkt

Der Nischenmarkt ist ein Marktsegment des Gesamtmarktes. Er entsteht dadurch, dass vorhandene Produkte die Kundschaft nicht voll befriedigen. Die Produkte entsprechen nicht im vollen Umfang den Vorstellungen potenzieller Käufer. Dabei wird zwischen manifester Marktnische, wo auf die volle Befriedigung aller Bedürfnisse ganz verzichtet wird, und die latente Marktnische, wo man auf andere Produkte ausweicht. Es entstehen also Marktlücken wie zum Beispiel die manifeste Nische, Basisnische, präkompetitive Nische, preisinteraktive Nische, die virtuale Nische, Versorgungslücken wie die latente Nische, eigentliche oder tatsächliche Nische, die postkompetitive Nische, die postinteraktive Nische oder die realisierte Nische.

Strategien der Nischenunternehmer

Die Erkennung einer Marktnische ist beim unternehmerischen Erfolg von großer Bedeutung. Marktnischen sind hoch rentabel. Nischenunternehmen generalisieren ihre Gewinne und Wettbewerbsvorteile durch Spezialisierung, Individualisierung und Konzentration. Nischenprodukte entstehen entfernt vom Mainstream und erfüllen Marktnischen. Marktstrategien zielen darauf ab, dem Produkt im Meinungsbild der Öffentlichkeit ein gutes Image zu verschaffen. Es gibt immer Personen, die uninformiert sind und das Produkt nicht kennen. Die Informierten hingegen unterteilen sich in Anhänger, Unentschiedene und Ablehner des Produkts. Der Nischenunternehmer muss Merkmalspositionen des Produkts ausarbeiten, die die Stellung des Meinungsgegenstandes auf dem Markt steigern. Zu diesem Ziel können folgende Strategien verhelfen:

  • Information der Uninformierten: Wenn die Interessen nah genug sind, kann dieses Potenzial zu Anhängern werden. Sind die Interessen zu weit auseinander, kann das Potenzial in das Ablehnungslager wechseln.
  • Verschiebung des Meinungsgegenstandes: Durch Verschiebung der Meinungsbildung in Richtung Ablehner oder Unentschlossene besteht die Gefahr des Verlustes von Anhängern.
  • Verschiebung der Personen: Man versucht, die Erwartungen und Wünsche der Kundschaft Richtung Meinungsgegenstand zu verschieben.
  • Erhöhung des Grundaufforderungswerts: zum Beispiel durch Gemeinschaftswerbung
  • Erhöhung des Zusatzaufforderungswerts: ein über den Bedarf hinausgehender Aufforderungswert
  • Verschiebung der Konkurrenz: Konkurrenzmarketing durch Erschütterung der Glaubwürdigkeit der Konkurrenz, weniger dichte Besiedlungsgebiete etc.

Nischenmärkte als Beschäftigungstreiber

Nischenprodukte werden mitunter verkauft unter verstärktem Einsatz von Spezialisten, die in der Lage sind, ein breites mit einem tiefen Sortiment zu kombinieren. In der Produktkontaktphase werden Spezialeigenschaften, Seltenheitswerte oder emotionale Komponenten beispielgebend demonstriert. Nischenprodukte leisten einen wertvollen Beitrag zu Handelsfunktion.

Merkmale des Nischenmarkts

  • Nischenprodukte haben ein hohes Maß an Kundennutzen bei kleinen Stückzahlen.
  • Nischenmärkte besitzen oft eine höhere Preisbereitschaft als generische Produkte oder der Massenmarkt.
  • Nischenmärkte werden mit ausgeklügelten Strategien geführt.

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