Was ist ein Packgut? – Erklärung & Beispiel

Definition Packgut

Unter Packgut werden die zu verpackenden Waren bezeichnet, die sich des Öfteren in Primärverpackungen befinden. Beim Packgut werden Stückgut und Massengut unterschieden. Als Kombination gibt es das Massenstückgut, wobei Flüssiggut und Schüttgut als Spezialfälle von Fließgut durch Abfüllen in Säcke oder Flaschen zum Stückgut werden. Zu den Stückgütern gehören auch Ballen und Gebinde. Eine Gebinde wird als eine Verpackungseinheit betrachtet.

Ein Massengut ist aufgrund seiner physikalischen Eigenschaft für Massengutumschlag und Massenguttransport vorgesehen. Im maritimen Bereich ist jede Ladung ein Massengut, auch wenn sie aufgrund der ungleichmäßigen physikalischen Eigenschaften eigentlich Stückgut wäre wie zum Beispiel Bananen, Kaffeesäcke, Automobile, lebende Tiere oder Baumstämme. Massengüter sind Lieferungen von Waren, die in großen Mengen geliefert werden und für Händler bestimmt sind.

Ein Stückgut ist demnach ein Transportgut, das sich im Stück einzeln transportieren lässt.

Flüssiggut ist ein Gut, das im flüssigen Zustand befördert wird. Das sind mineralische, tierische, pflanzliche Produkte im flüssigen, gasförmigen oder halbflüssigen Zustand. Ein Flüssiggut ist ein nicht teilbares Transportgut, das in Wagenladungen, Kesselwagen oder Ganzzügen transportiert wird. Es können Lebensmittel wie Milch, oder auch Gefahrenstoffe wie zum Beispiel Salzsäure sein. Industriebetriebe versorgen sich über Flüssiggutterminals mit Biodiesel, Methanol, Penthan oder Styren.

Ein Schüttgut ist ein stückiges oder körniges Gemenge in schüttfähiger Form. Zu den Schüttgütern zählen Baustoffe wie Oberboden, Sand, Kies, Zement oder Rohstoffe wie Erz, Kohle oder Streusalz. Auch Lebensmittel wie Zucker, Getreide, Salz, Mehl und Kaffee sind Schüttgüter. Weitere sind pulverförmige Güter wie Füllstoffe, Granulate oder Pellets. Allgemein werden Schüttgüter in kohäsionslose (frei fließende) und kohäsive (zusammenhaltende) Schüttgüter unterteilt.

Eigenschaften eines Packguts

Die Eigenschaften eines Packguts zeigen sich in der Empfindlichkeit, dem Wert, der Portionierung und dem Informationsbedürfnis für die Verbraucher (bei Gefahrengütern zum Beispiel). Die Art der Verpackung wird durch die Eigenschaften des Packguts, die Transportkette und die Lagerhaltung bestimmt. Das Packgut bestimmt die benötigte Schutzfunktion der Verpackung für das Gut selbst oder die Umgebung. Ist das Packgut empfindlich gegen Stoß, Schwingung oder Wärme, erfordert das Packhilfsmittel wie Luftkissen, Holzwolle oder Wärmedämmung. Hohe Luftfeuchtigkeit oder Flüchtigkeit von Packgütern erfordert eine gasdichte Verpackung, besonders als Umweltschutz bei Schadstoffen. Für das Gefahrgut als Spezialfall eines Packguts gibt es drei Verpackungsgruppen.

  • Verpackungsgruppe I: Stoffe mit hoher Gefahr
  • Verpackungsgruppe II: Stoffe mit mittlerer Gefahr
  • Verpackungsgruppe III: Stoffe mit geringer Gefahr

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