Was ist ein Personalkauf/Personalverkauf? Aufklärung

Was ist ein Personalkauf

Bei Personalkauf und Personalverkauf möchte so mancher zunächst an die Veräußerung oder den Einkauf von Arbeitskräften denken. Das wäre allerdings nicht mehr ganz zeitgemäß, denn Personal gehört dem Arbeitgeber heutzutage zum Glück nicht mehr. Die Zeiten der Leibeigenschaft und Sklaverei sind schon lange vorbei.

Was man unter Personalkauf und Personalverkauf versteht

Oftmals bieten Firmen den eigenen Angestellten, also dem Personal, besondere Rabatte und Vorzüge. Angestellte können Produkte oder Dienstleistungen der Firma, für die sie arbeiten, günstiger einkaufen oder in Anspruch nehmen.
Denkbar sind hier alle möglichen Waren oder Dienstleistungen. Die Angestellten einer Weinkellerei können beispielsweise besonders günstig die im eigenen Haus gekelterten Weine beziehen. Wer für ein Telekommunikationsunternehmen arbeitet, kann als Mitarbeiter spezielle Tarife nutzen oder Rabatte bekommen. Der Mitarbeiter einer Investmentfirma kann über den Arbeitgeber besonders günstige Anteile und Beteiligungen beziehen. Selbst in nicht herstellenden Betrieben wie Supermärkten, Kaufhäusern oder Modegeschäften können die eigenen Angestellten Handelswaren meist zu vergünstigten Konditionen erwerben.

Der Personalkauf bezeichnet also exakt diesen Vorgang aus der Sicht des Angestellten. Der Mitarbeiterin bei der eigenen Firma etwas ein.

Der Personalverkauf ist der Begriff für den gleichen Vorgang aus der Sicht des Betriebes. Er verkauft an das Personal, während das Personal kauft.

Der Personalkauf und die rechtliche Seite

Die Rabatte und Vorzüge, die eine Firma den eigenen Angestellten einräumt, sind meistens im Arbeitsvertrag oder in gesonderten Betriebsvereinbarungen festgeschrieben. Manchmal gehören solche Extraleistungen auch zu den Gehaltsverhandlungen am Beginn eines Arbeitsverhältnisses. Der Gesetzgeber sieht eine gewisse Grenze für Sachleistungen an Arbeitnehmer, Rabatte oder gar Geschenke vor. Sie müssen von der Firma stets überprüft und in den steuerrelevanten Daten extra ausgewiesen werden.

Personal wird nicht eingekauft, sondern beschafft

Wer das Wort „Personalkauf“ zunächst mit der Beschäftigung neuer Mitarbeiter assoziiert, verwechselt das mit der „Personalbeschaffung“. Darunter versteht man in der Betriebswirtschaft eine ganze Reihe von Aktivitäten, die zur Findung und Einstellung von Arbeitnehmern führt.

Dazu gehören alle Tätigkeiten, die sich mit der Deckung des Bedarfs an Arbeitskräften beschäftigen. Manche Konzerne richten Marketingmaßnahmen auch speziell danach aus, potenzielle Mitarbeiter anzusprechen. Hat eine Firma einen guten Ruf, bewerben sich viele Menschen von selbst und die Firma spart sich Kosten für Stellenanzeigen und andere Maßnahmen.

Personal wird auch nicht verkauft, sondern verliehen

Die zweite Sparte, mit der diese Begriffe gerne verwechselt werden, sind die Personaldienstleister. Diese auch als Zeitarbeitsfirmen bekannten Unternehmen stellen Menschen ein, die sie dann an andere Unternehmen verleihen. Meistens nehmen Firmen solche Leiharbeiter in Anspruch, um gelegentliche Spitzen oder unerwartete Ausfälle zu kompensieren. So mancher Betrieb möchte sich auch einfach die Kosten und den Aufwand der Personalbeschaffung sparen und überlässt Auswahlverfahren und aufwändige Lohnabrechnungen weitestgehend der Leiharbeitsfirma.

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