Was ist ein Pfändungsschutzkonto? – Erklärung & Beispiel

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Seit 1.7.2010 kann jeder Bankkunde seine Bank beauftragen, sein gewöhnliches Girokonto in ein so genanntes Pfändungsschutzkonto umzuwandeln. Gesetzlich ist dieses Recht unter § 850k Abs. 7 Satz 2 ZPO geregelt. Das Konto erhält dann einen Freibetrag, der im Falle einer Pfändung vor den Gläubigern geschützt ist.

Entgegen der Annahme vieler Kunden ist allerdings auch dieses Konto voll pfändbar. Es schützt nur den gesetzlich zustehenden Freibetrag, der vom monatlichen Nettolohn und der Anzahl unterhaltspflichtiger Kinder abhängig ist.

Pflichten der Bank

Nach Antrag des Kunden steht die Bank gesetzlich in der Pflicht, das Girokonto innerhalb von 4 Tagen in ein Pfändungsschutzkonto umzuwandeln, sofern bereits eine Kontopfändung gerichtlich beschlossen wurde. Das betrifft aber nur die Umwandlung. Einer Neueröffnung muss von der Bank nicht zugestimmt werden.

Für das neue Konto muss, obwohl es sich nur um eine Umwandlung handelt, ein Vertrag vereinbart werden. Das Konto wird auch als P-Konto bezeichnet.

Für das Konto können ebenso Gebühren anfallen wie auch für ein Girokonto.

Deshalb gibt es das Pfändungsschutzkonto

Jeder Person steht grundsätzlich nur ein Pfändungsschutzkonto zu, obwohl sie mehrere Girokonten haben darf. Vertraglich ist dies auch geregelt und der Schuldner muss zusichern, dass er nur dieses eine P-Konto besitzt und keine weiteren beantragt.

Dem Kontoinhaber steht sein monatlicher Freibetrag zur Verfügung. Sollte am Monatsende noch Geld auf dem Konto übrig sein, darf es auf den nächsten Monat übertragen werden.

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