Was ist ein Pragmatiker? Aufklärung

Was ist ein Pragmatiker

Die vielen Menschen auf der Erde sehen sich zwar insgesamt sehr ähnlich, doch innerlich unterscheiden sie sich oft stark. Sei es durch emotionale Fähigkeiten, Lebenseinstellungen oder individuelle Bedürfnisse. Es gibt sehr offene Menschen und ruhigere Zeitgenossen. Dennoch lässt sich eine bestimmte Gruppe von Menschen unter einem Oberbegriff zusammenfassen. Dies ist die Gruppe der Pragmatiker.

Woher kommt die Bezeichnung „Pragmatiker“?

Der Begriff des Pragmatikers leitet sich von dem Begriff „Pragmatismus“ ab. Dies ist ein philosophischer Begriff, der besagt, dass der Mensch lediglich ein handelndes Wesen ist. Dieses Wesen orientiert sich wenig an Moral oder Werten, sondern an dem Ziel, mit möglichst geringerem Widerstand ein Ziel zu erreichen.

Wie verhält sich ein Pragmatiker?

Ein Pragmatiker denkt, wie es der Name schon sagt, sehr pragmatisch. Dies bedeutet, dass er Ziele hat und diese auch verfolgen möchte. Dabei beruht sein Weg weniger darauf, bestimmten Prinzipien zu folgen, sondern das Ziel möglichst schnell und einfach zu erreichen. Pragmatiker können daher auch als nüchterne oder sachbezogene Persönlichkeiten bezeichnet werden, da sie durch eben diese Eigenschaften geprägt sind. Sie wählen gern den leichtesten Weg und achten dabei nicht darauf, ob möglicherweise moralisch fragwürdige Handlungen Bestandteil dieser Taten sind. Sie haben eine Idee und möchten diese umsetzen. Aspekte, die von anderen Menschen auch unter emotionalen Gesichtspunkten bewertet werden, lassen Pragmatiker bei ihren Entscheidungen außen vor. Deshalb eignen sich pragmatische Persönlichkeiten gut für Aufgaben, bei denen Emotionen keinen Einfluss auf Entscheidungen haben dürfen.

Was ist das Gegenteil eines Pragmatikers?

Als Gegenteil des Pragmatikers kann der Idealist bezeichnet werden. Dieser hat feste und starke Prinzipien und Werte, die er in seine Entscheidungsfindung einbezieht. Der Pragmatiker wählt denn sinnvollsten Weg, während der Idealist gern einen Umweg in Kauf nimmt, sollten seine Prinzipien bei der einfachsten Methode verletzt werden. Während der Pragmatiker zielgerichtet auf einen finalen Punkt hinarbeitet, wird der Idealist stark von Emotionen beeinflusst.

Beispiele für einen Pragmatiker

Wenn ein Pragmatiker über Entscheidungsmacht verfügt, kann diese ohne emotionalen Hintergrund eingesetzt werden. Dies bedeutet, dass der Pragmatiker rational handelt. Befindet sich ein Pragmatiker in der Geschäftsführung und muss einen Angestellten aus finanziellen Gründen entlassen, wird er wohl kaum berücksichtigen, dass ein Mitarbeiter bereits seit 30 Jahren im Unternehmen arbeitet. Der Pragmatiker wird beobachten, welcher Mitarbeiter die geringste Leistung bringt. Dieser Mitarbeiter wird entlassen, selbst wenn er schon für lange Zeit im Betrieb arbeitet und den Chef persönlich kennt oder gar mit ihm befreundet ist.

Auf religiöser Ebene ist ebenfalls häufig Pragmatismus erkennbar. Hier kann als Beispiel genannt werden, dass viele Menschen sich die Dinge über ein höheres Wesen erklären, welches die Entscheidungen trifft. Stirbt jemand in einem ungewöhnlich jungen Alter oder erleidet eine schwere Krankheit, so hat dies sicher seinen Grund. Da dieser Grund gegeben ist, hat eine höhere Macht beschlossen, den jeweiligen Menschen zu bestrafen. Eine solche Erklärung ist viel einfacher zu finden, als zu überlegen, worin der tatsächliche Grund für die unerwarteten gesundheitlichen Probleme liegt. Es zeigt sich auch hier, dass der Pragmatiker die einfachste und unkomplizierteste Lösungsmethode sucht und diese in der höheren Macht findet.

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