Was ist ein Pronomen? – Erklärung, Beispiele, Merkmale

Pronomen (aus dem lateinischen: pro nomine = für ein Nomen/Substantiv) sind Stellvertreter von Substantiven oder ihre Begleiter. Üblicherweise werden Pronomen mit kleinen Anfangsbuchstaben geschrieben (Außer bei Anredepronomen wie „Sie“, bei denen die Großschreibung verwendet wird) und können dekliniert werden. Da Pronomen verschiedene Funktionen erfüllen, werden sie in verschiedene Untergruppen eingeteilt werden.

Pronomen – Definition

Das Pronomen (aus dem lateinischen: pro nomine = für ein Nomen/Substantiv) ist ein Stellvertreter von Substantiven oder seiner Begleiter. Üblicherweise wird ein Pronomen mit kleinen Anfangsbuchstaben geschrieben (Außer bei Anredepronomen wie „Sie“, bei denen die Großschreibung verwendet wird) und kann dekliniert werden. Da das Pronomen verschiedene Funktionen erfüllt, wird es in verschiedene Untergruppen eingeteilt.

Pronomen und ihre Funktion in Sätzen

Pronomen sind sehr wichtig für den Aufbau eines Textes, da sie helfen, unnötige Wiederholungen zu vermeiden (Pronominalisierung). Die Pronominalisierung ist das Ersetzen eines Substantivs mit einem Personalpronomen, während der gleiche inhaltliche Bezug genommen wird.

Beispiel:

statt: Martin sagte, dass Martin später kommt.
besser: Martin sagte, dass er später kommt.

Das Beispiel erläutert, dass die Pronominalisierung nicht nur wünschenswert ist, sondern für einen sinnvollen Textaufbau unvermeidlich ist. Hinweisende Fürwörter wie „dieser“ oder „jener“ werden leider häufiger falsch in Gebrauch genommen.

Oft ist die Pronominalisierung nicht nur erwünscht, sondern für einen geschlossenen Textaufbau unbedingt erforderlich. Leider werden aber die hinweisenden Fürwörter „dieser“ und „jener“ im Text häufig falsch gebraucht.
Beispiel:

falsch: Wir arbeiten mit dem Computer.
Jener hat einen Quad-Core-Prozessor.
richtig: Er hat einen Quad-Core-Prozessor.
oder: Dieser hat eine Quad-Core-Prozessor.

Funktionen, Bedeutungen und Beispiele der Pronomen

1. Die Rückweisung (anaphorisch)
Das Pronomen bezieht sich hierbei auf etwas, das schon bezeichnet wurde.

Der Junge war allein. Er langweilte sich nicht.

2. Die Vorausweisung (kataphorisch)
Das Pronomen bezieht sich hierbei auf etwas, das noch bezeichnet werden muss.

Es war nicht auszuschließen, dass der verspätete Bus noch kommen würde.

3. Die hinweisende und zeigende Funktion (deiktisch)
Die Pronomen weisen hierbei auf die Rollenverteilung des Sprechers und des Zuhörers hin. Weiterhin heben die Pronomen den Sachverhalt besonders hervor.

Ich (Sprecher) denke, dass ihr (Zuhörer) mir (Sprecher) nicht richtig zuhört.
In diese Situation würde ich mich nicht begeben.

4. Die Mengenangabe (quantifizierend)
Das Pronomen gibt die Menge bei einem Gattungsnamen an.

Alle Kinder durften mitmachen, aber einige Jungs hatten dazu keine Lust.

5. Besitz oder Zusammenhänge anzeigende Funktion (possessiv)
Hier geben die Pronomen Aufschluss über ein Besitzverhältnis oder eine Zusammengehörigkeit.

Meine Katze ist älter als deine.
Ich laufe hinter den Fußballfans und muss mir deren Gesänge anhören.

6. Die bestimmende Funktion (determinierend)
Das Pronomen bestimmt hierbei die Person, den Gegenstand oder den Sachverhalt, ohne dabei näher bezeichnend darauf einzugehen.

Niemand wollte es gewesen sein, aber jemand musste dafür die Verantwortung übernehmen.

7. Die verneinende Funktion (negierend)
Das Pronomen verneint in dieser Funktion einen bestimmten Sachverhalt. Dies steht häufig im Zusammenhang mit anderen Funktionen.

Niemand hatte sie gesehen.

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