Was ist ein Schuldner? – Erklärung & Beispiel

Schuldner verständlich & knapp definiert

Zunächst muss erwähnt werden, dass es sich bei einem Schuldner entweder um eine natürliche Person oder aber eine juristische Person handeln kann. Zumeist liegt ein Vertrag zugrunde, in dem es einen sogenannten Gläubiger und einen Schuldner gibt. Der Gläubiger überlasst dem Schuldner zum Beispiel einen Anteil seines Eigenkapitals in Form eines Kredits. Der Schuldner ist verpflichtet dieses Kredit mit etwaigen Zinsen an den Gläubiger zurück zu zahlen. Beide stehen also in einem Verhältnis zueinander.

Pflichten des Schuldners

Wie schon bereits erwähnt liegt oft ein schriftlicher Vertrag zugrunde. In diesem werden auch die Pflichten des Schuldner geregelt. Zum Beispiel in einem Kreditvertrag halten Gläubiger und Schuldner fest wann und in welcher Höhe der Schuldner die Raten zu zahlen hat. Bei einem Mobilfunkvertrag zum Beispiel halten die Vertragsspartein fest, wie hoch die Grundgebühr ist und welche weiteren Gebühren bei entsprechender Nutzung anfallen können. Bei einem einmaligen Kauf einer Ware verpflichtet sich der Schuldner im Übrigen, den in der Rechnung ausgewiesen Betrag innerhalb eine festgesetzten First und in einer Summe zu bezahlen.

In den zwei letztgenannten Beispielen hat aber auch der Gläubiger in gewisser Weise die Rolle des Schuldners inne. Zum Beispiel beim Mobilfunkvertrag schuldet der Anbieter dem Nutzer unter anderem bestimmtes Freikontingent oder in vielen Fällen ein Smartphone zum vergünstigten Preis. Beim Kaufvertrag schuldet der Gläubiger dem Schuldner zum Beispiel die Übereignung einer bestimmten Ware in einem bestimmten Zustand. Auch bei einem Arbeitsvertrag verhält es sich so. Der Arbeitnehmer muss so zum Beispiel arbeiten ausführen, die im übertragen werden und der Arbeitgeber verpflichtet sich so zum Beispiel zur pünktlichen Zahlung von Gehalt bzw. von Lohn.

Folgen der Nichterfüllung einer Leistung

Hier gibt es leider keine pauschale Antwort. Es kommt immer auf den Vertragsinhalt sowie den auf den jeweiligen Bereich an. Zudem sind oft auch individuelle Begebenheiten zu beachten. Jedoch nennen wir nachfolgend ein exemplarisches Beispiel. Kommt ein Schuldner seiner Zahlungspflicht nicht nach, so kann der Gläubiger ein außergerichtliches Mahnverfahren einleiten. Dies ist mit Kosten verbunden, die der Schuldner zu tragen hat. In Ausnahmefällen wird oftmals auch die Ware zurückverlangt.

Fruchtet das außergerichtliche Mahnverfahren nicht, so kann der Gläubiger das gerichtliche Mahnverfahren einleiten. Auch dieses ist mit hohen Kosten verbunden, die der Schuldner tragen muss. Das gerichtliche Mahnverfahren kann im übrigen bis hin zur Zustellung eines Vollstreckungsbescheid reichen und letztendlich mit der Vollstreckung dieses enden. In einem gerichtlichen Verfahren kann der Gläubiger auch Schadensersatzansprüche gegenüber des Schuldners geltend machen.

Schuldner – In Stichpunkten zusammengefasst:

  • Schuldner schulden Gläubiger eine gewisse Leistung
  • Die Formen der Leistung können sehr vielfältig sein
  • Schuldner können oftmals auch gleichzeitig Gläubiger sein und umgekehrt
    Die Folgen bei Nichterfüllung können verschieden sein

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