Dem ein oder anderem wird bestimmt schon einige Male der Begriff „Snob“ untergekommen sein. Was jedoch genau ein Snob ist und was einen solchen Menschen, welcher als Snob bezeichnet wird und sich wie ein solcher verhält beschreibt, wird hier erklärt und verdeutlicht.

Definition

Ein Snob ist grob und knapp gesagt ein Mensch, welcher überheblich, blasiert und eingebildet ist. Zudem tut ein Snob sehr vornehm und hält sich selbst für extrem intelligent, extravagant und wichtig.

Charakter eines Snobs

Ein Snob oder ein Mensch, welcher ein Verhalten wie ein Snob an den Tag legt, charakterisiert sich dadurch, dass es einem solchen Menschen sehr wichtig ist das Interesse von allen Menschen, welche diesen umgeben, auf sich und seine Persönlichkeit zu lenken. Dabei gibt sich der Snob selbst ein sehr hohes Ansehen und eine sehr hohe und unablässige Wichtigkeit und Intelligenz und möchte dabei seinen, oftmals auch vermeintlich, hohen Rang zur Schau stellen.

Oft zeichnet sich der Snob dadurch aus, dass dieses Verhalten und das damit verbundene, überzogene Geltungsbedürfnis fast schon zwanghaft ist und der Snob nicht anders kann.

Der Snob und seine Mitmenschen

Durch dieses Verhalten, sich selbst immer in den Mittelpunkt zu stellen und den höchsten Rang einnehmen zu wollen, unterdrückt der Snob gleichzeitig auch die Menschen, welche diesen umgeben.

Deshalb ist ein Snob für seine Mitmenschen äußerst unangenehm und kein besonders schöner und geselliger Zeitgenosse.
Dadurch, dass sich der Snob selbst erhöhen möchte, erniedrigt er die anderen und gibt diesen somit das Gefühl, dass sie es nicht wert sind, dass der Snob ihnen seine Aufmerksamkeit schenkt, da er bereits alles kennt, alles erlebt hat und von allen immer und überall der Beste ist.

Die Demonstration

Der Snob kann diese übertriebene Erhebung seiner Person natürlich am besten demonstrieren, wenn sich dieser unter Menschen begibt und mit anderen Menschen in Kontakt tritt. Doch dabei ist dieses Verhalten keinesfalls gespielt, sondern der Snob lebt einen Lebensstil, welcher seinem Charakter entspricht. So sind die Bereiche, in welchen der Snob sein Verhalten demonstriert nicht nur der Lebensstil und das Verhalten an sich, sondern auch die hohen Ansprüche.

Ein bekanntes Beispiel

Ein bekanntes Beispiel für einen Snob ist der sogenannte „Kunstsnob“. Dieser zeichnet sich zum Beispiel dadurch aus, dass er durch unechte Schwärmerei und einstudiertes Halbwissen Begeisterung und angebliche Kenntnisse vorspielt.

Dabei verwendet dieser in den meisten Fällen eine geschwollene und bedeutungsvolle Rede, welche seinen angeblichen, außergewöhnlichen Bildungsstand hervorheben soll.

Die Absonderung

Dadurch, dass ein Snob den Zwang hat sich originell und individuell zu geben, sondert er sich automatisch auch von der Gesellschaft ab und beansprucht für sich eine exklusive und eine einzigartige, unerreichbare Stellung.

Dabei verstrickt sich ein Snob schnell in Äußerlichkeiten. Ein Beispiel für solche Verstrickungen ist ein snobistisch geprägter Manager, welcher seit vielen Jahren Mitglied in einem Golfklub ist, diesen jedoch schlagartig verlässt, nur weil seine Assistentin eben diesem Golfklub beigetreten ist.

Der Snob Effekt

Der Snob Effekt, welcher in der Wirtschaft bekannt ist, ist folgender: jemand erwirbt von einem Produkt weniger oder gar nichts mehr, rein aus dem Grund, weil auch andere davon kaufen.

Dafür kauft der Snob von den Produkten, welche von den anderen Menschen in sehr wenigen Mengen gekauft werden, große Mengen.

Die Schichten

Eine Gesellschaft ist immer in unterschiedliche Schichten aufgeteilt, so dass man diese sehr komplexe snobistische Verhaltensweise in vielen verschiedenen, unterschiedlichen sozialen Schichten beobachten kann. Dabei sind Snobs vor allem in der Mittelschicht vertreten, was an der Tatsache liegt, dass es für einen Aufstieg oftmals förderlich ist, wenn man absichtlich, gekonnt und herablassend Vornehmheit und Überlegenheit zur Schau zu stellt und sich so gleichzeitig auch im Rang erhöht.

Die Herkunft

Der Begriff „Snob“ an sich kommt aus der englischen Sprache und tauchte dort auch zum ersten Mal im 18. Jahrhundert auf.

Woher aus dem englischsprachigen Raum dieses Wort jedoch genau kommt, ist nicht eindeutig und kann deshalb nur vermutet werden. Dazu gibt es einige Theorien.

Eine der Theorien betrachtet die Möglichkeit, dass der Begriff des „Snobs“ ein an den Universitäten Cambridge und Oxford verwendeter Zusatz für den Namen war. Die Bedeutung von diesem Namenszusatz ist jedoch nicht belegt, doch eine Annahme ist, dass das Wort „Snob“ der Ausdruck für die Abkürzung „s. nob.“ ist und könnte dementsprechend, ausgeschrieben „sine nobilitate“ bedeuten.

In diesen Fall wäre dies aus der lateinischen Sprache in die deutsche Sprache übersetzt „ohne Adelstitel“ und könnte dementsprechend damals für nichtadelige Studenten der Universitäten verwendet worden sein.

Eine andere Theorie besteht darin, dass angenommen wird, dass der Begriff vom schottischen Wort für Schuhmacherlehrling „snab“, abstammt.

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich das Wort zu dem Begriff „Snob“ entwickelt, wie er zu der heutigen Zeit bekannt ist und beschreibt somit die oben beschriebenen, unangenehmen Zeitgenossen.

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