Was ist ein Sollwert & ein Istwert? Aufklärung

Was ist ein Sollwert & ein Istwert

Sollwert und Istwert begegnen einem in bestimmten Berufsgruppen immer wieder. Vor allem in der Medizin, der Psychologie oder Pädagogik. Doch auch in den Bereichen Regelungstechnik oder Qualitätsmanagement sind die Begriffe zu finden. Dabei kann man sich die Bedeutung der beiden Worte ganz einfach ableiten. Ein Sollwert gibt den angestrebten Zustand eines Systems an.

Den Zustand, in dem das System optimal läuft. Ob das nun der Blutdruck eines Menschen ist oder der Druck in einem Heizkessel, der Sollwert bezeichnet den optimalen Normalwert. Von diesem Zustand sollte der Istwert so wenig wie möglich abweichen. Der Istwert gibt an, in welchem Zustand sich das System gerade real befindet. Im absoluten Idealfall entspricht der Ist- dem Sollwert. Was es sonst noch diesbezüglich zu wissen gibt, klärt der folgende Artikel.

Sollwert – Angabe über den angestrebten Wert

Der Sollwert beschreibt generell den anzustrebenden Wert eines datenerfassenden Merkmals eines Systems. Der Sollwert wird in den verschiedenen Fachgebieten durch unterschiedliche Daten erfasst. So gibt es in der Medizin verschiedene Sollwerte.

Der Blutdruck wird in Millimeter Quecksilbersäule gemessen und angegeben, der Blutzucker in mg/dl oder mmol/l. Da es sich in der Medizin um komplexe Systeme handelt, ist es nicht immer leicht, den Sollwert zu ermitteln oder den Organismus mit seinem Istwert dem Sollwert anzugleichen. Viele Störfaktoren können den Ist- vom Sollwert entfernen.

Dasselbe gilt für den Sollwert in der Psychologie. Hier werden bestimmte Parameter angegeben, wie etwa Konzentrationen bestimmter Stoffe im Gehirn oder die Anzahl an Nervenreaktionen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Diese Werte sorgen mit ihrem spezifischen Sollwert für eine optimale Funktionalität von Gehirn, Verhalten und Psyche.

Zusätzlich können auch bestimmte Verhaltensweisen oder Reaktionen mit Punktwerten bedacht werden. Eine Reihe von Verhaltensweisen kann eine bestimmte Menge an Punkten ergeben, die naheliegen, ob das Verhalten eines Menschen auf einen speziellen Zustand oder eine Erkrankung hindeutet. Hierbei würde der Istwert deutlich vom Sollwert abweichen.

In der Technik gibt es Regelkreise. Hierbei handelt es sich um geschlossene Wirkungssysteme. Diese bestehen immer aus dem Regler, der Regelgröße und -strecke und dem Soll-Ist-Wert-Vergleich. Das kann beispielsweise ein Heizungssystem sein, mit einer Heiztherme und einem Temperaturregler. Die Bezeichnung Sollwert wird vor allem dann verwendet, wenn die Führungsgröße, hier die Temperatur, sich nicht verändert. Der Regler gibt einen stabilen Sollwert vor und das übrige Heizsystem arbeitet permanent daran, den Istwert diesem anzugleichen.

Der Istwert – gemessene und belegte Tatsachen

Es ist wie es ist, das ist der Istwert. Er gibt in verschiedenen Größen, Einheiten und Maßen an, in welchem Zustand sich ein System befindet. Das kann genau wie beim Sollwert ein medizinischer Wert, wie etwa Blutdruck, Blutzucker oder eine Konzentration an Stoffen, sein oder eine Temperatur im Regelkreis. Es kann auch das Maß an tatsächlich geleisteter Arbeit in einem Betrieb sein.

Im Bereich Qualitätsmanagement wird immer wieder überprüft, ob ein Unternehmen oder bestimmte Produktionsabläufe optimal laufen. Ein Arbeitssystem, bei dem der Istwert dem Sollwert entspricht, ist effizient und hält die eigenen Kosten so gering wie möglich.

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