Was ist ein Telefonverteiler? Aufklärung

Was ist ein Telefonverteiler

Der Vertrag mit der Telekom abgeschlossen, der Techniker macht einen Termin aus, er will zum Verteiler. Das ist die übliche Situation. Aber was genau ist der Verteiler, wo finden Sie den, und was sagt der Vermieter dazu?

Zu jeder Immobilie führt eine Leitung

Ganz egal, wie viele Telefonanschlüsse es im Haus gibt oder geben soll, wie viele Büros, Mietwohnung, Werkstätten oder Ladenlokale sich in der Immobilie befinden: Erst einmal führt genau ein Kabel von der Straße in das Haus. Normalerweise findet man es im Keller, wo es zu einem sogenannten Verteilerkasten führt. In diesem Verteilerkasten werden die verschiedenen Telefon- und Internetanschlüsse für jedes einzelne Mietobjekt im Haus eingerichtet. Jeder Mieteinheit wird also, vereinfacht ausgedrückt, ein Teil der Kapazität des ins Haus führenden Kabels zugeteilt. Und natürlich wird die dazugehörende Telefonnummer zugeteilt.

Warum ist das manchmal komplizierter?

Die meisten Menschen haben heute bereits ihren Telefonanschluss. Haben sie keinen, hatten die Vermieter vielleicht einen. Bei Neubauten sind allerdings vielleicht noch keine Leitungen ins Haus gelegt. Vielleicht wurden bislang auch nur eine oder zwei Etagen mit dem Service versorgt, die anderen Etagen nicht. Vielleicht ist das Haus an das Netz der Telekom angeschlossen, hat die Leitungen aber bislang nie genutzt.

Dann kann es sein, dass der Verteiler an der nächsten Straßenecke erst einmal bemüht werden muss. An jeder Straßenecke laufen die Leitungen der einzelnen Häuser zusammen und werden zu einem dickeren Kabel gebündelt. Gibt es für eine Immobilie zwar Leitungen, wurden diese aber bislang nicht genutzt, müssen sie möglicherweise an diesem Verteilerkasten erst freigeschaltet werden. Auch dafür sind die Techniker der Telekom zuständig.

Der Vermieter darf den Zugang zum Verteiler nicht verweigern.

Man hört immer wieder, dass Mieter einen Vertrag für Telefon und Internet abschließen und dem Techniker vom Vermieter der Zugang zum Verteilerkasten im Keller verwehrt wird. Einerseits hat der Vermieter durchaus Mitspracherecht, was den Zugang zu seiner Immobilie und die darin vorhandene Technik angeht. Aber (Und das ist wichtig!): Er darf seinen Mietern und Mieterinnen nicht den Zugang zum üblichen Lebensstandard und die Möglichkeiten zur Kommunikation verweigern.

Stellt die Telekom oder ein anderer Anbieter fest, dass der Techniker Zugang zum Verteilerkasten benötigt, liegt es nicht in der Entscheidungsgewalt des Vermieters, diesen Zugang zu verweigern. Der Vermieter muss bei dem Termin nicht einmal anwesend sein. Denn der Verteilerkasten befindet sich normalerweise an einem frei zugänglichen Ort im Keller, nicht in irgendwelchen privaten Parzellen.

Der Techniker will zum DSL-Verteiler. Wo ist der und wie sieht der aus?

Der DSL-Verteiler ist meist ein kleiner grauer Kasten, der mit der Aufschrift T-Com oder dem alten Zeichen der Post gekennzeichnet ist. Allerdings kann dieses Zeichen (bei neueren Geräten) auch fehlen. Und in seltenen Fällen ist der Kasten nicht hellgrau, sondern hat eine andere Farbe.

Theoretisch kann der DSL-Verteiler überall am oder im Haus sitzen. In den meisten Fällen finden Sie ihn jedoch im Keller. Der kleine graue Kasten ist as Ende der Telefonleitung im Haus und wird daher in der Regel dort angebracht, wo auch die anderen Anschlussleitungen ins Haus kommen: Suchen Sie also zuerst da, wo Wasser, Strom und Gas auch zu finden sind. Manchmal wird der kleine Kasten in Schränken oder hinter Möbeln versteckt. Und in manchen Fällen befindet sich der Verteiler außen am Haus oder im Nachbarhaus. Das ist jedoch sehr selten. Sollte isch der DSL-Verteiler im Keller Ihres Miethauses an einer für Sie nicht zugänglichen Stelle befinden, kontaktieren Sie bitte die Hausverwaltung.

Ganz konkret: Was ist ein Verteiler und wie funktioniert er?

Der Verteiler besteht natürlich nicht nur aus einem grauen Kasten, sondern aus dem komplexen Innenleben. Genau genommen werden die Drähte eines Kabels hier auf Drähte anderer Kabel aufgeteilt. Das kann auf verschiedene Arten passieren: Die zu verbindenden Drähte sind möglicherweise auf die jeweils gleiche Klemme gelegt und werden so miteinander verbunden. Das ist die bei einem Telefonverteiler nicht so häufige Form. Es kann aber auch sein, dass jeder Draht im Verteile eine eigene Klemme hat. Die Klemmen werden mit einer Rangieren miteinander verbunden.

Deshalb nennt man den Verteiler auch manchmal Rangierverteiler. In modernen Verteilern passiert die Verbindung über Schneidklemmen. In älteren Verteilern finden Sie unter Umständen noch Drähte, die auf Metallstifte gelötet sind, oder die mit Schraubklemmen verklemmt sind. Die Verbindungs- und Verteilerdosen der Telekom werden fachsprachlich häufig als VVD bezeichnet.

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