Was ist eine Abschlagszahlung beim Lohn? Aufklärung

Was ist eine Abschlagszahlung beim Lohn

Den Begriff Abschlagszahlung hat bestimmt jeder schon einmal gehört, der im Entferntesten etwas mit der Wirtschaft zu tun hat. Es handelt sich um einen dort gängigen Begriff. Dieser Begriff definiert eine Teilzahlung eines Kunden an den Dienstleister, Handwerker oder Verkäufer. Dieser Beitrag soll Ihnen dabei behilflich sein, sich allgemein über die Abschlagszahlung beim Lohn zu informieren. Nachdem Sie diesen Artikel gelesen haben, werden Sie ausführlich darüber Bescheid wissen und andere Menschen informieren können.

Was gibt es allgemein über die Abschlagszahlung zu sagen?

Hin und wieder wird in der Wirtschaft auch der Begriff Akontozahlung benutzt. Dieser stellt ein Synonym für den Begriff Abschlagszahlung dar. Es kann vorkommen, dass auch einmal ein Arbeitnehmer eine Akontozahlung erhält. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei dann allerdings um eine Vorauszahlung beziehungsweise einen Vorschuss. Des Weiteren ist der Begriff Abschlagszahlung auch sehr häufig in Mietverträgen anzufinden.

Dort tritt der Begriff allerdings immer im Zusammenhang mit den Nebenkosten auf. Das heißt, wenn es um Vereinbarungen geht, welche die Vorauszahlungen der Nebenkosten regeln. Am Ende der Abschlagszahlung kommt eine finale Zahlung. Von der finalen Zahlung werden die Abschlagszahlungen abgerechnet. Im Alltag eines üblichen Verbrauchers kommt es eher seltener zu Abschlagszahlungen. Dies resultiert aus dem Paragraphen 433 aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch. Dieser schreibt vor, dass nach der Beendigung einer Dienstleistung oder nach der Übergabe von einer Ware die komplette Summe des Kaufpreises zu tilgen ist. Dies muss ohne Abzug ausgeführt werden.

Welche Beispiele gibt es für eine Abschlagszahlung?

Mit den folgenden Beispielen soll es wesentlich einfacher fallen, den Sinn einer Abschlagszahlung zu verstehen.

Beispiel 1

Wir nehmen an, dass ein Käufer eine Abschlagszahlung an einen Autohändler verrichtet. Der Autohändler verlangt von dem Käufer eine Anzahlung, nachdem die Unterschriften unter den Vertrag gesetzt wurden. Durch diese Anzahlung soll sichergestellt werden, dass es auf keinen Fall mehr zu einer Auflösung des Vertrags kommt und der Kauf sicher durchgeführt wird. In vielen Fällen wird auch dann eine Abschlagszahlung verlangt, wenn ein Kauf getätigt wird, für den eine sehr hohe Summe zu bezahlen ist. In Fällen, wo mit einem sehr großen finanziellen Aufwand gerechnet werden muss oder die Dienstleistung oder das Produkt noch gar nicht vorhanden ist, entsteht ebenso sehr häufig eine Abschlagszahlung.

Beispiel 2

Wir nehmen an, dass ein Bad saniert wird. Der Auftraggeber lässt sein Bad sanieren und überreicht dem beauftragten Handwerker eine Abschlagszahlung. Dies wird deshalb so gehandhabt, da der Handwerker zuerst nur einen kleinen Teil der Arbeiten vollständig erledigt hat, aber einen finanziellen Vorschuss benötigt. Diese Vorleistung wird für Materialien wie Armaturen oder Fliesen in sehr hoher Größenordnung benötigt.

Was hat es mit der Anzahlungsquote auf sich?

Bei der Anzahlungsquote handelt es sich um eine Kennzahl aus der Betriebswirtschaft. Mit der Hilfe von dieser Kennzahl kann der Anteil von den Abschlagszahlungen im Bezug auf die teilfertigen Leistungen berechnet werden. Die Anzahlungsquote wird berechnet, indem die erhaltenen Anzahlungen durch die teilfertigen Leistungen dividiert und anschließend mit 100 Prozent multipliziert werden. Die Quote wird vor allem bei Gewerben benutzt, bei denen sich der Arbeitsprozess von der Leistungserstellung über einen sehr hohen Zeitraum erstreckt. Dies ist vor allem in Gewerben des Maschinenbaus, in Gewerben des Anlagenbaus und in Gewerben von Bauunternehmen der Fall.

Wie wird die Abschlagszahlung bilanziert?

Die leistenden Unternehmen können die erhaltenen Abschlagszahlungen als Verbindlichkeit ausweisen. Alternativ können die Akontozahlungen aber auch als „Vorräte an unfertigen Bauleistungen“ verbucht werden. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn auf der Rechnung der ausgewiesenen Position eine erbrachte Teilleistung vermerkt wurde. Gleichzeitig kann das Unternehmen, welches den Auftraggeber darstellt, eine Forderung verbuchen und kann diese natürlich auch so bilanzieren. Es muss beachtet werden, dass seit einem Urteil im Jahre 2014 eine Abschlagszahlung eine Gewinnrealisierung darstellt. Aufgrund dessen muss diese unbedingt gewinnerhöhend bilanziert werden.

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