Was ist eine Asset-Allocation? – Definition & Beispiel

Definition

Asset – Allocation wurde aus dem Englischen übernommen und beschreibt die Verteilung von Vermögenswerten, die in einem Portfolio zusammengefasst werden. Somit wird eine geordnete Vorgehensweise geschaffen, die es ermöglicht, dass Kapital auf diverse Märkte oder Marktsegmente verteilt werden kann.

Was passiert bei einer Asset – Allocation?

Im Allgemeinen gibt es keine festgelegte Richtlinie, wie die Asset – Allocation durchgeführt werden muss. Im Grunde genommen können unterschiedliche Vorgehensweisen das gleiche Ziel erreichen. Grundlegend wird das Markowitz-Paradigma angewendet, dass ermittelt wie viel Gelder generiert werden müssen, dass die Anleger beruhigt in den Ruhestand gehen können. Durch die Anlage des Kapitals und der daraus resultierenden Rendite soll dieser Betrag erzielt werden.

Ein Anleger kann sich zwischen zwei Anlageformen entscheiden auf die er sein Kapital verteilen kann.
1. Risiko: Sofern viel Rendite gewünscht wird, die sich sehr schnell ergeben soll, dann wird das Kapital zumeist in Aktien angelegt, die schnelle Rendite möglich machen, aber auch als unsicher gelten. Allerdings sind die Aktien der Unternehmen noch so unterschiedlich, dass sie eine große Kluft zwischen Risiko und Sicherheit vorweisen.
2. Sicherheit: Ein Teil des Kapitals oder auch das gesamte Kapital wird in Anleihen investiert. Diese generieren eine langsamere Rendite gelten aber auch als stabiler. Stabile Unternehmen oder auch der Staat stellen diese Anleihen zur Verfügung.

Moderne Anwendung

Das moderne Portfolio besteht aus einer möglichst breiten Anlage des Kapitals in risikoreiche und sichere Anlagen. Dabei wird Anlegern empfohlen, dass ihr Kapital grenzübergreifend angelegt wird. Diesen Vorgang bezeichnet man als Diversifikation, der gewisse Risiken eindämmen kann. Wenn bestimmte Unternehmen oder Branchen von einer Krise betroffen sind, dann ist das Kapital nicht schwerwiegend betroffen. Der Wert des Kapitals bleibt bestehen und Verluste sind minimal gehalten.

Ebenso sollte das Kapital nicht nur ausreichen den Ruhestand zu sichern, sondern es sollte auch weiteres Vermögen aufgebaut werden. Somit sind nicht nur die Renditewünsche des Anlegers zu berücksichtigen, sondern auch der Horizont der Anlage und die aktuellen finanziellen Gegebenheiten des Anlegers.

Beispiel der Asset Allocation

Möchte ein Anleger sein Kapital gewinnbringend anlegen, ist bereit ein Risiko einzugehen, will aber auch nicht alles in Spekulationen oder auf eine Karte setzen. Daraus kann sich folgende Asset – Allocation ergeben:

Dividendenaktien: Diese Form der Anlage ist zwar mit mehr Risiken behaftet, aber nicht zu vielen Schwankungen ausgesetzt. Somit kann die Rendite durch Dividenden erzielt werden. Allerdings sollte nicht mehr als 60% des Kapitals in diese Anlageform investiert werden.

Aktien: Sie gelten als riskant, besonders dann wenn es sich um sehr junge Unternehmen handelt, die gerade erst den Weg an Börse gegangen sind. Zukunftsprognosen sind noch schwer zu treffen. Daher sollten maximal 20% darin investiert werden.

Anleihen: Sie dienen als Absicherung des Portfolios und gelten als sichere Staatsanleihen, die zumeist aus Deutschland oder den USA stammen.

Überblick

Asset – Allocation bezeichnet die Erstellung einer Investition von Kapital in einem Portfolio für die Erzielung von Rendite. Hierbei kann zwischen risikobehafteten und sicheren Anlagen gewählt werden. Entsprechend wird das Kapital darin aufgeteilt. Ziel der Allocation ist Erzielung der Altersvorsorge oder auch der Aufbau von neuem Kapital.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere