Was ist eine Auflassungserklärung? Aufklärung

Was ist eine Auflassungserklärung

Ein Immobilienkaufvertrag unterscheidet sich von anderen Kaufverträgen durch die notarielle Beurkundung und durch die Auflassung. Mit der Auflassung erklärt der Verkäufer einer Immobilie oder eines Grundstücks, dass das Eigentum auf den Käufer übergehen soll. Um dem Käufer Sicherheit zu geben, ist die Auflassungserklärung nur wirksam, wenn sie gegenüber einem Notar abgegeben wird. Mit der notariell bestätigten Auflassungserklärung sind die Rechte des Käufers gesichert.

Einigung über den Eigentumsübergang

Der Verkäufer eines Hauses oder einer Wohnung gibt mit der Auflassungserklärung die Zusage, dass ein genau bezeichnetes Grundstück in das Eigentum des im Immobilienvertrag genannten Käufers übergehen soll. Der Eigentumsübergang wird dadurch vollzogen, dass der Grundbuchauszug für das betreffende Grundstück auf den Namen des Käufers umgeschrieben wird.

Die Umschreibung in dem Grundbuch kann der scheidende Eigentümer erst zulassen, wenn er von dem Käufer den vollen Kaufpreis erhalten hat. Der Käufer hingegen wird den Kaufpreis erst bezahlen wollen, wenn der Grundbuchauszug auf seinen Namen umgeschrieben worden ist.

Bis der Käufer die Immobilienfinanzierung geregelt hat und den Kaufpreis zahlen kann, vergeht in der Regel ein längerer Zeitraum. Um zu verhindern, dass der Verkäufer in dieser Zeit die Immobilie anderweitig veräußert, wird im Grundbuch eine Auflassungsvormerkung eingetragen. Diese Auflassungsvormerkung sichert dem Käufer seine Rechtsposition als zukünftiger Eigentümer zu. Die Auflassungsvormerkung wird von einem Notar vorgenommen.

Grundbuchbelastungen werden gelöscht

Die Eigentumsumschreibung ist nicht nur von der Kaufpreisfinanzierung des Käufers abhängig. Sind in dem Grundbuch Schulden und andere Lasten aufgeführt, die dem Verkäufer zuzurechnen sind (z.B. eine Hypothek, die als Sicherheit dient oder ein Wohnrecht zu Gunsten einer dritten Person) müssen diese vor dem endgültigen Eigenrumsübergang gelöscht werden. Der Käufer hat ein Recht darauf, dass der Verkäufer ihm ein lastenfreies Grundstück übereignet. Würden die Grundbuchlasten des alten Eigentümers nicht gelöscht werden, müsste der neue Eigentümer dessen Verpflichtungen übernehmen.

Mit der Löschung der Grundbuchlasten wird ein Notar betraut. Solange die Grundbuchlasten nicht endgültig gelöscht sind, kann die Immobilie nicht auf den neuen Eigentümer übertragen werden.

Die Eigentumsumschreibung ist mit der Auflassungserklärung rechtlich abgesichert

Sobald alle Bedingungen erfüllt sind, kann das Eigentum von dem Verkäufer auf den Käufer übergehen. Durch die im Grundbuch eingetragene Auflassungsvormerkung des Verkäufers ist die Auflassungserklärung rechtlich abgesichert. Der Käufer braucht sich keine Sorgen darüber zu machen, dass der Verkäufer bis zur Umschreibung im Grundbuch anderweitig über die Immobilie verfügt.

Die eigentliche Eigentumsübertragung

Die eigentliche Eigentumsübertragung findet durch die Umschreibung des Grundbuchauszugs auf den neuen Eigentümer statt. Ist der Kaufpreis vollständig bezahlt und sind alle Grundbuchlasten gelöscht, sind die Bedingungen hierfür erfüllt.

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