Was ist eine Aufwandsrückstellung? – Definition & Beispiel

Definition

Aufwandsrückstellungen sind im Handelsrecht zu finden und sind Teil der Handelsbilanz. Aus der Sicht des Steuerrechts besteht aber ein Passivierungsverbot. Dies bedeutet, dass alle Aufwendungen erst dann steuerlich angesetzt werden können, wenn sie auch tatsächlich anfielen.

In der Handelsbilanz findet sich dies als Rückstellungen, die aber nicht nur konkret definiert sind, sondern auch einem festen Zweck zugeführt werden. Diese Rückstellungen können nur im laufenden Geschäftsjahr gebildet werden. Rückstellungen dürfen nicht mit einer Verpflichtung gegenüber Dritten gleichgestellt werden.

Beispiel zur Aufwandsrückstellung

Eine Rückstellung kann zum Beispiel dann gebildet werden, wenn innerhalb der ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres eine Renovierung von Nöten ist und logistisch auch nur da umsetzbar ist. Investitionen, die die Instandhaltung betreffen, müssen innerhalb dieser drei Monate erfolgen, da sie sonst dem Passivierungswahlrecht unterstehen. Der Grund muss daher bestehen, aber der Umfang der Kosten und der genaue Zeitpunkt der Investition muss nicht genau definiert werden.

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Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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