Was ist eine Belegschaftsaktie? – Erklärung & Beispiel

Belegschaftsaktien werden an Mitarbeitern von Aktiengesellschaft ausgegeben. Üblicherweise sind diese mit verbesserten Konditionen, aber einer mehrjährigen Sperrfrist ausgestattet. Erst wenn dieser Zeitraum abgelaufen ist, können sie veräußert werden.

Zwecke der Ausgabe von Belegschaftsaktien

Belegschaftsaktien werden häufig der Belegschaft großer AGs angeboten. Diese exklusiven Aktien sind mit Vorzugskonditionen verbunden und haben unter anderem die folgenden Zwecke:

  • Bindung an das Unternehmen
  • Erhöhung der Mitarbeiterloyalität
  • Größere Streuung der Aktien
  • Aufbau von Vermögen der Mitarbeiter, das sie für den Zukauf weiterer Aktien verwenden können

Klassische Beispiele für deutsche Firmen, die Belegschaftsaktien ausgeben, sind Siemens und Daimler. Diese Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern zusätzlich die teilweise Gehaltsauszahlung in Form von Aktien an.

Zweck der Sperrfrist

Grundsätzlich erfolgt die Emission von Belegschaftsaktien unter dem Marktpreis. Aus diesem Grund wäre es für die Mitarbeiter vorteilhaft, die Aktien sofort zu verkaufen. Da dies jedoch nicht im Sinne des Unternehmens ist, sind Belegschaftsaktien in der Regel mit Sperrfristen ausgestattet. Das bedeutet, dass sie üblicherweise fünf Jahre lang nicht veräußert werden können.

Steuerliche Sicht auf Belegschaftsaktien

Im Allgemeinen sind Belegschaftsaktien als geldwerter Vorteil des Unternehmens anzusehen und daher einkommenssteuerpflichtig. Dabei ist jedoch ein Freibetrag in Höhe von 360 Euro zu berücksichtigen, bis zu diesem die Aktien nicht versteuert werden müssen.

Werden mit den Aktien Dividenden erzielt, sind diese selbstverständlich kapitalertragssteuerpflichtig. Das gleiche gilt für Aktienverkäufe, mit denen ein Gewinn erwirtschaftet wird.

Belegschaftsaktien – Übersicht

  • Ausgabe an Mitarbeiter zu Vorzugskonditionen
  • Ziele: Mitarbeiterbindung und -loyalität
  • Versteuerung als Einkommen

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