Was ist eine Betriebsprüfung? – Erklärung & Beispiel

Die Betriebsprüfung wird von Finanzbeamten durchgeführt. Jedoch wird diese Betriebsprüfung nicht in den Räumen des Finanzamtes durchgeführt, sondern direkt im Unternehmen. Eine Betriebsprüfung wird vorher angemeldet, sodass das Unternehmen Zeit hat, alle relevanten Unterlagen zusammen zu tragen. Ziel einer Betriebsprüfung ist, dass Steuerhinterzug verhindert wird.

Generell muss gesagt werden, dass die Begrifflichkeit Betriebsprüfung eher der Umgangssprache entstammt. Es Bezeichnet die Tätigkeit von Finanzbeamten, welche außerhalb des Finanzamtes eine Unternehmen in Bezug auf Steuern überprüft. Mit einer solchen Prüfung wird die Steuergerechtigkeit erhöht sowie Wettbewerbsverzerrung und Steuerhinterziehung vorgebeugt.

Varianten der Betriebsprüfung: Turnusmäßig oder außerordentlich

Da das Personal der Finanzverwaltung sehr klein ist und Überprüfungen mitunter sehr aufwendig sind, wird nicht jedes Unternehmen jährlich für eine Betriebsprüfung herangezogen. Es gibt daher eine Einteilung nach Größe der Unternehmen, die festlegt wie oft man geprüft wird. In der Regel werden Unternehmen nur alle paar Jahre vom Finanzamt für eine Betriebsprüfung aufgesucht, wobei Betriebe, die für Steuerverkürzungen anfällig sind, häufiger aufgesucht und überprüft werden, wie Betriebe, die eher korrekt arbeiten. Hier ist die Rede von der Turnusmäßigen Betriebsprüfung.

Die außerordentliche Betriebsprüfung ist hingehen eine Überprüfung, die stattfindet, wenn der Verdacht besteht, dass in einer Steuererklärungen etwas nicht stimmig ist oder ein entsprechender Hinweis eingeht. Wichtig zu wissen ist, dass die Finanzverwaltung die Möglichkeit hat, statistisch zu berechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist für einen fehlerhafte Steuererklärung. Zum Beispiel wenn sich bestimmte Kosten weit oberhalb des Branchendurchschnitts befinden und ähnliches, kann man davon ausgehen, dass hier etwas nicht in Ordnung ist.

Gesetzlicher Rahmen für die Betriebsprüfung

Neben dem Handelsgesetzbuch regelt unter anderem auch das Steuergesetz sowie die Abgabenordnung das ganze. Unternehmen haben zum Beispiel eine Aufbewahrungsfrist von 2 bis 10 Jahren für Unterlagen, die einen Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung haben bzw. Einfluss auf die Umsatzsteuererklärung. Stichprobenartig überprüft das Finanzamt dabei ob es irgendwelche Ungereimtheiten gibt. Deshalb ist diese Betriebsprüfung keine Schikane des Finanzamtes sonder es ist eher als Untersuchung anzusehen.

Das Ergebnis kann dann, auch nachträglich, eine Veränderung der Besteuerung zur Folge haben. In den meisten Fällen ist es jedoch ausgeschlossen, dass ein Unternehmen zu viel Steuern zu bezahlen.

Ähnliche Maßnahmen der Betriebsprüfung

Nicht nur das Finanzamt kümmert sich um die Betriebsprüfung. In den letzten Jahren ist der Zoll befugt worden in Bekämpfung gegen Schwarzarbeit oder die Durchsetzung des Mindestlohnes den Betrieben besuche abzustatten Hier geht es aber nicht um Die Gewinnermittlung sondern eher um die korrekten Sozialabgaben, wie Renten- sowie Krankenversicherung sowie auch des Arbeitnehmerschutz zum Beispiel bei Nichteinhaltung der Zahlung des Mindestlohnes.

Zusammenfassung:

Die Betriebsprüfung ist eine Maßnahme des Finanzamtes bei Unternehmen

Sie dient nicht der Schikane, sondern der Klärung offener Fragen bzw. Feststellung von Besteuerungsgrundlagen

Sie ist eher als Ausnahme zu sehen, was aufgrund des Personalmangels begründet ist

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