Was ist eine Bilanzverkürzung? – Erklärung & Beispiel

Generell kann gesagt werden, dass eine Bilanzverkürzung entsteht, wenn ein Geschäftsvorfall sowohl die Aktivseite als auch die Passivseite der Bilanz in gleicher Höhe beeinflusst. Hier wird neben der Verringerung der Bilanzsumme auch das Vermögen des Unternehmens angegriffen uns sinkt dementsprechend.

Man spricht von Bilanzverkürzung wenn die Bilanzsumme eines Unternehmens geringer wird. Diese Veränderungen betreffen sowohl die Aktive Seite sowie die Passive Seite in der selben Höhe. Dies kann der Fall sein, wenn Gelder auf der aktiven Seite weniger werden und auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen auf der passiven Seite abnehmen. Also, wenn man eine Überweisung tätigt, bevor die Ware eingetroffen ist.

Entstehung der Bilanzverkürzung

Die Rede von einer Bilanzverkürzung ist immer dann, wenn die Summe der Bilanz geringer wird. Dies muss die Aktivseite als auch die Passivseite gleichermaßen betreffen und ebenfalls in gleicher Höhe. Ein Beispiel: Ein Unternehmen tilgt ein Darlehen in bar. Hier verringert sich also der Bestand in der Kasse um zum Beispiel 1.000 Euro und gleichzeitig wird die Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten um 1.000 Euro gesenkt. Die Bilanzsumme wird also exakt um den gleichen Wert verringert.

Pauschal kann leider nicht gesagt werden ob eine Bilanzverkürzung sich neutral oder aber erfolgswirksam beurteilt werden kann. Beide Fälle sind möglich. Erfolgswirksam ist der Vorfall, wenn das Eigenkapital des Unternehmens beeinflusst wird. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn eine Mietzahlung durchgeführt wird. Hier sinkt der Bestand der Kasse um zum Beispiel 500 Euro aber gleichzeitig sinkt auch das Vermögen des Unternehmens um 500 Euro. Er ist also erfolgswirksam, da er das Eigenkapital verringert.

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Beispiel für eine Bilanzverkürzung

Wie oben erwähnt ist ein gutes Beispiel die Begleichung eines Darlehens. Wir nehmen also an, dass ein Unternehmen eine Schuld in Höhe von 2.500 Euro begleicht und dies per Banküberweisung ausführt. Hier wird der Passivposten „Darlehen“ um 2.500 Euro gemindert. Aber auch die „Bank“ nimmt ab, da die 2.500 Euro Darlehen ja bezahlt worden sind. Dies stellt also eine Bilanzverkürzung dar.

Zusammenfassung:

  • Eine Bilanzverkürzung verringert stets die Bilanzsumme
  • Aktiva und auch Passive werden um die selbe Summe verringert, da wer Geschäftsvorfall dies zugrunde legt
  • Eine Bilanzverkürzung ist entweder neutral oder aber erfolgswirksam

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