Was ist eine Hommage? Bedeutung & Beispiele

Was ist eine Hommage

Der Begriff „Hommage“ hat seinen Ursprung in der französischen Sprache und bedeutet im Deutschen so viel wie „Würdigung“, „Anerkennung“ oder auch „Ehrerbietung“. Somit lässt bereits die Übersetzung des Wortes auf seine eigentliche Bedeutung schließen. Eine Hommage bezeichnet nämlich nichts anderes als ein Werk, eine Veranstaltung oder eine Darbietung, welche zum Zwecke der Huldigung einer meist berühmten Person entstand. Im Vordergrund stehen dabei in der Regel die Persönlichkeit oder das künstlerische Schaffen der geehrten Person. Durch eine Hommage wird die Anerkennung des Stellenwertes der gehuldigten Person zum Ausdruck gebracht.

Ausprägungen von Hommagen

Heutzutage finden sich Hommagen vor allem in Bereichen der Musik, der Literatur, innerhalb der Kunst, sowie in der Welt des Films. Im musikalischen Segment zollen Künstler ihre Hochachtung gegenüber anderen oft, indem sie bestehende Lieder weiterer Musikschaffenden covern oder neu interpretieren. Auch ein sogenanntes Medley dient dazu, die Anerkennung vor den Werken eines anderen Musikers zum Ausdruck zu bringen. In diesem Falle werden einzelne Teile ausgewählter Stücke eines Künstlers innerhalb einer Komposition zusammengesetzt und dem Publikum als „Best-of“ präsentiert.

Hommagen an verstorbene Persönlichkeiten

Nicht selten tritt der Fall auf, dass eine Hommage für eine kürzlich verstorbene, in der Öffentlichkeit stehende Person abgehalten wird. Als bekanntes Beispiel lässt sich hier das „Freddie Mercury Tribute Concert“ aufführen, welches am 20. April 1992 im Wembley-Stadion von London stattgefunden hat. Um den am 24. November 1991 verstorbenen Queen-Sänger Freddie Mercury zu ehren, traten die verbliebenen Bandmitglieder der britischen Gruppe, sowie zahlreiche andere berühmte Künstler im Rahmen eines Benefiz-Konzertes auf. Zu sehen waren unter anderem Musiker wie Elton John, David Bowie und Liza Minnelli.

Unvergessen ist auch die eigens neu komponierte Version von „Candle in the Wind“, die Elton John im Gedenken an das Leben und Schaffen seiner bei einem Autounfall verunglückten Freundin Prinzessin Diana darbot.

Filmische Parodien und Biografien als Hommage

Eine Hommage kann aber auch eine deutlich witzigere Gestalt annehmen, etwa dann, wenn sie in die Form einer Parodie verpackt wird. Besonders beliebt ist diese Variante im Bereich des Filmes, in welcher eine bestehende Vorlage adaptiert und anschließend augenzwinkernd durch den Kakao gezogen wird. So widmete die US-amerikanische Zeichentrickserie „Family Guy“ dem von George Lukas geschaffenen Science-Fiction-Epos „Star Wars“ gleich drei Spezialepisoden. Auch „Mel Brooks‘ Spaceballs“ nahm sich die Filme rund um den Jedi-Ritter Luke Skywalker im Jahre 1987 zur Vorlage und parodierte dessen Geschichte.

Auf deutscher Seite stellt „Der Wixxer“ aus dem Jahre 2004 eine Hommage an die weltberühmten Edgar-Wallace-Filme dar.

Auch filmische Biografien oder Dokumentationen können Hommagen an bedeutende Künstler oder Gruppen darstellen. So zeichnet der im Jahre 2018 erschienene Spielfilm „Bohemian Rhapsody“ die Karriere der britischen Band Queen chronologisch nach.

„Tolkien“ (2019) zeigt seinen Zuschauern den Lebensweg des gleichnamigen „Der Herr der Ringe“-Schöpfers und legt den Fokus dabei vor allem auf die jungen Jahre des späteren Bestseller-Autors.

Die Hommage im Mittelalter

Zu Zeiten des Mittelalters verstand man unter einer Hommage eine besondere Zeremonie, im Zuge derer sich ein Vasall, also ein freies Mitglied in der Gefolgschaft eines Herrn, öffentlich zu seinem Lehnsherren bekannte. Während dieser Hommage bekundete der Vasall seine Treue und schwor in einem feierlichen Akt, dass seine Loyalität auch in Zukunft einzig und allein einem bestimmten Machthaber, beziehungsweise einer Machthaberin, gelte. Auch zwischen Rittern und ihren Lehnsherren wurden solche öffentlichen Hommagen abgehalten. Oft fungierte dabei ein Vertreter der Kirche als offizieller Leiter dieser Veranstaltungen.

Die letzte dieser öffentlichen Hommagen fand am 6. Februar 1952 statt. Der Hintergrund der Zeremonie war die Thronbesteigung von Königin Elisabeth II. Hier schworen der britischen Monarchin zahlreiche Oberhäupter verschiedener gesellschaftlicher Stände den Lehnseid.

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