Was ist eine Honorarabrechnung? Aufklärung

Was ist eine Honorarabrechnung

Geschichtliche Einordnung

Der Begriff Honorar leitet sich von dem römischen Wort „Honorarium“ ab, welches soviel bedeutet wie Ehrenlohn oder Ehrengeschenk. Zu zahlen war dies im Rahmen einer rechtsberatenden Tätigkeit. Hierhinter stand jedoch kein Entgelt, da es als Ehre angesehen wurde, Rechtsrat zu leisten. Die Motive waren vielmehr eine bessere soziale und politische Stellung zu erreichen. Jedoch durfte eine Ehrengabe angenommen werden. Dies wurde zur üblichen Geste.

Abrechnung und Geltungsbereich

In bestimmten Berufen ist es üblich, eine Honorarabrechnung zu schreiben. Der Begriff des Honorars steht hierbei für eine direkte Vergütung, welche auf eine erbrachte Arbeitsleistung erfolgt. Wer eine Honorarabrechnung ausstellt, kann diese nach vorheriger Vereinbarung aufsetzen oder es kann ein sogenanntes Erfolgshonorar besprochen werden. Ein Honorar kann im übrigen auch als Ersatz für Provisionen oder andere, besondere Leistungen herangezogen werden. Wird die Zahlung angewiesen, so erfolgt diese über die sogenannte Honorarnote. Üblich sind Honorarabrechnungen in Bereichen freier Berufe. Dies gilt zum Beispiel für Ärzte, Künstler, Anwälte oder Architekten. Auch Therapeuten, Steuer- und Unternehmensberater sowie Autoren oder Ingenieure stellen Honorarabrechnungen aus. Im Bereich der nicht freien Berufe können vor allem Parlamentarier, Redner oder Finanzberater die Honorarabrechnung verwenden. Honorarabrechnungen sind somit die Grundlage für die Entgeltzahlung im Gegensatz zur Lohn- oder Gehaltsabrechnung eines klassischen Angestellten.

Ausgestaltung des Honorars

Wer eine Honorarabrechnung erstellt, der hat sich häufig an staatlichen Regelungen zu orientieren. Hierin kann bestimmt sein, welche Leistungen abgerechnet werden dürfen und in welchem Rahmen sich das Honorar bewegen darf. Meist liegen hier sogenannte Gebührenordnungen vor. Dies kann für Steuerberater die StBGebV oder für Rechtsanwälte das RVG sein. Abweichende Vereinbarungen sind dennoch zulässig. Hier wird lediglich die Erstberatung in ihrer Höhe gedeckelt und auf maximal 190 Euro festgesetzt. Darüber hinaus gilt laut BGB die „übliche Vergütung“. Architekten kommen allerdings nicht in diesen Genuss. Sie haben sich an die Vorgaben der HOAI zu halten.

Wer mit einem Honorarvertrag beschäftigt wird, der lässt in diesem die wichtigsten Parameter wie die Art und den Umfang der Arbeit als auch die Honorarhöhe niederschreiben. Wer ein Honorar bezieht, der muss selbst dafür Sorge tragen, dass Steuern und Sozialabgaben regelmäßig abgeführt werden. Häufig fällt die Lohnsteuer weg, und es muss lediglich die Einkommenssteuer entrichtet werden. Dies ist nicht Aufgabe des Arbeitsgebers.

Das Ausfallhonorar

Wurde ein Honorarauftrag vereinbart und kommt dieser nicht zustande, dann kann ein Ausfallhonorar in Betracht gezogen werden. Dieses kann schon bei Vertragsabschluss zwischen den Parteien vereinbart werden. Eine verbindliche Regelung diesbezüglich gibt es allerdings nicht.

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