Was ist eine IBAN? – Erklärung & Beispiel

Kurz & einfach erklärt

Die IBAN wird verwendet, um Bankkonten eindeutig zu kennzeichnen. Man nutzt sie hauptsächlich in Europa, aber auch in anderen Teilen der Welt. Sie hat einen festgelegten Aufbau und richtet sich nach der Länderkennung-Prüfziffer-Kontoidentifikation.

IBAN steht für International Bank Account Number und ist der Name für eine weltweit gültige Kontonummer, die nach bestimmten Standards aufgebaut ist. Alle vorhandene Kontonummern kann man mit Hilfe einer IBAN darstellen.
Die IBAN besteht aus 22 Stellen, die ersten beiden Stellen stehen für das jeweilige Land (DE für Deutschland). An Platz 3 und 4 steht eine Prüfziffer, die sich nach den restlichen 18 Positionen richtet. Die letzten 18 Stellen der IBAN enthalten die gültige Kontonummer und die Bankleitzahl.

Der Kunde kennt die Kontonummer und die BLZ aus dem normalen Bankverkehr, er braucht dann nur noch das Länderkennzeichen und die Prüfziffer, um eine komplette IBAN für sein Girokonto zu haben.

Man wollte mit der Entwicklung der IBAN den Zahlungsverkehr zwischen den Banken innerhalb der europäischen Union vereinfachen. Hierdurch sollten auch Integrations- und Automatisierungspotentiale für den Austausch von Daten zwischen einzelnen Ländern ermöglicht werden.

So kann man z. B. leichter Geld von der Bundesrepublik ins europäische Ausland überweisen. Auch sollen so mögliche Fehlerquellen für die Bankkunden minimiert werden, da die Bank Fehler bei einer IBAN leicht erkennen kann.
Die IBAN wurde ursprünglich in den USA entwickelt, wird jetzt aber hauptsächlich in Europa benutzt. In den Vereinigten Staaten wurde das System IBAN noch nicht umgesetzt, dafür aber in anderen Teilen der Welt, wie in Brasilien, einigen Staaten in Mittelamerika, in Teilen des arabischen Raums, in Teilen von Nord- und Nordostafrika und in fast ganz Europa mit Ausnahme von Russland.

Die IBAN ist sehr logisch aufgebaut:

Land: An den ersten zwei Buchstaben erkennt man das Land des Kontoinhabers. So steht für Deutschland DE, für Österreich steht AT.

Prüfziffern: Anschließend folgen zwei Prüfziffern, die bankintern und für die Technik von Bedeutung sind.

Kontoidentifikation: Nach den Prüfziffern können bis zu 30 weitere Stellen folgen, an denen man das Konto erkennen kann. Erst kommt die 8-stellige Bankleitzahl, dann folgt die 10-stellige Kontonummer. Falls die Kontonummer weniger als 10 Stellen hat, erschienen nach der BLZ ein Paar Nullen als Platzhalter.
In anderen Ländern sieht die IBAN etwas anders aus. In Österreich hat die IBAN immer nur 20 Stellen. Der Grund ist, dass es hier auch weniger Banken gibt, und demzufolge auch weniger Bankkonten als in Deutschland. Der grundsätzliche Aufbau der IBAN bleibt aber derselbe.

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