Was ist eine Immaterielle Investition? – Erklärung & Beispiel

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Kurz & einfach erklärt

Bei immateriellen Investitionen wird beispielsweise in Forschung und Entwicklung, Marketing und Software oder Weiterbildung investiert, nicht in gegenständliche Dinge wie Immobilien. Mit diesen Investitionen möchte man langfristig seine Umsätze erhöhen.

Bei immateriellen Investitionen wird in nicht-gegenständliche Teile und Projekte Geld investiert. Man erhofft sich so in Zukunft eine Rendite. Laufende Personalkosten gelten allerdings nicht als immaterielle Investitionen.

Besondere Merkmale immaterieller Investitionen

Bei einer immateriellen Investition ist es schwieriger, abzuschätzen, wie hoch ein eventueller Gewinn in der Zukunft ausfallen könnte. Man hat keine genauen Daten, um eine gute Prognose machen zu können. Bei einem Forschungsprojekt besteht auch immer die Möglichkeit des Scheiterns. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass man technisch neue Erfindungen macht, mit denen man in Zukunft einen hohen Gewinn erwirtschaften kann.

Häufig kann man den Ertrag, den eine immaterielle Investition abwirft, auch nicht genau in Zahlen angeben. So können etwa neu eingeführte Marketingmaßnahmen einen höheren Umsatz generieren, man kann aber nicht genau beziffern, wie hoch dieser ausfällt. Umgekehrt kann ein schlechtes Marketing auch die Umsatzzahlen schmälern, obwohl das Produkt eine gute Qualität hat.

Unterschiedliche Erträge sind möglich

Mit immateriellen Investitionen möchten Unternehmen langfristig eine gute Rendite machen. Sie möchten damit kurzfristige oder auch langfristige Gewinne erzielen. Hierzu werden Werbekampagnen gesponsert, oder das Corporate Identity der Firma wird nachhaltig gestärkt.

Auch finanzielle Investitionen in Weiterbildungen für die Mitarbeiter können sich lohnen. So lässt sich auch gleichzeitig die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter steigern. Ebenfalls möglich ist eine Investition in eine bessere Organisation der betriebsinternen Abläufe. Immaterielle Investitionen wirken also häufig ergänzend zum kalkulierten wirtschaftlichen Gewinn eines Unternehmens.

Stark differierende Investitionshöhen

Einzelne Firmen, Wirtschaftsbranchen und -zweige haben unterschiedlich hohe immaterielle Investitionen:

Unternehmen: Wenn Unternehmen Wert darauf legen, neue Produkte zu entwickeln, investieren sie auch mehr Geld in die Forschung. Einige Pharmakonzerne investieren sehr viel Geld in die Entwicklung von neuen Medikamenten, die sie dann während der Patentlaufzeit zu hohen Preisen verkaufen können. Andere Pharmafirmen stellen nur Generika her und entwickeln selbst keine Produkte. Diese Firmen müssen auch keine hohen immateriellen Investitionen tätigen.

Branchen: Es gibt Branchen, die viel Geld in die Forschung und Entwicklung investieren müssen, dies sind etwa die IT-Technologie und die Biotechnologie. In diesen Wirtschaftszweigen müssen die Firmen im Prinzip ständig neu investieren.

Volkswirtschaften: Industrieländer tätigen sehr oft immaterielle Investitionen, im Gegensatz zu Entwicklungsländern, denen hierfür auch die finanziellen Mittel fehlen. Häufig werden Unternehmen in Industriestaaten auch bei den immateriellen Investitionen vom Staat unterstützt.

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