Was ist eine Interjektion? – Erklärung, Definition, Beispiele & Wirkung

Eine andere Bezeichnung für Interjektion ist auch das Empfindungs- oder Ausrufewort. Dabei handelt es sich um Wörter, die sprachlich keine wirkliche Bedeutung haben, sondern lediglich ein Gefühl bzw. eine Willens- oder Bewertungsposition des Verfassers oder Sprechers ausdrücken. Entscheidend für den Sinn des Wortes im Kontext ist die Betonung. Meist werden sie zusammen mit verschiedenen Satzzeichen, wie Ausrufe- oder Fragezeichen, verwendet, wodurch sich die sprachliche Bedeutung des Wortes ableiten lässt. Interjektion lassen sich in verschiedene Kategorien einsortieren:

1. Empfindungslaute: aua, pfui, igitt, autsch, puh, oje, hurra, bäh, nanu, hoppla, o lala
2. Aufforderungs- und Grußworte: huhu, tschüssi, prost, ey, moin, ahoi
3. Lock-/Scheuchrufe: miez-miez, putt-putt, hü-ha, husch-husch
4. Nachahmen von Geräuschen: peng, puff, klong, ratsch, blub, bumm
5. Wörter der Zustimmung/Ablehnung: nöö, ähm, nun, mei, tja, naja, genau, okay, mhm
6. Inflektive: kotz, seufz, ächz, stöhn, heul

Diese Wörter können Ausdruck für Ekel, Schmerz, Angst, Ironie und Freude sein und die Haltung des Erzählers/Sprechers noch verstärken.

Interjektionen können aber auch lediglich dazu dienen, ein Geschehen zu kommentieren. Ihr Gebrauch in Texten ist meist umgangssprachlich oder wird lediglich bei der wörtlichen Rede eingebunden.

Häufig dienen diese Wörter dazu den Ablauf eines Gesprächs zu beeinflussen und das Gegenüber in eine bestimmte Richtung zu lenken. Besonders in Comics findet sich eine Fülle von Interjektionen, denn dort verstärken sie den Ausdruck der Bilder nur zusätzlich und der Leser weiß sofort, welche Emotion gerade transportiert werden soll.

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