Was ist eine Internationalisierung? – Erklärung & Beispiel

Internationalisierung schnell und einfach erklärt

Die Internationalisierung beschreibt die unternehmerische Expansion seiner Tätigkeit auf andere Länder. Dies kann mit Hilfe von Joint Ventures oder dem klassischen Export in andere Länder erfolgen.

Bei der Internationalisierung werden unterschiedliche Stufen beschrieben. Dies reicht von reinen Exporttätigkeiten bzw. dem Import von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, über die Gründung von Vertriebsstellen oder Tochtergesellschaften, bis hin zur Gründung polyzentrischer Unternehmen im Ausland. Die Internationalisierung ist daher eine der ältesten Strategien der Handelsgeschichte, schließlich kann man die historische Seidenstraße oder die ost-indische Tee-Kompanie als Vorläufer der Internationalisierung begreifen.

Die Chancen und Vorteile der Internationalisierung

Volkswirtschaftlich betrachtet dient die Internationalisierung als Instrument zur Förderung von Wohlstand aller beteiligten Nationen. Auf Grund des komparativen Vorteils werden Produkte preiswert hergestellt, sodass sich Entwicklungsländer zu Schwellenländer und letztendlich zu Industrienationen weiterentwickeln können. Weiterhin kann die Internationalisierung einen Strukturwandel hervorrufen, der durch den zunehmenden Grad an Professionalität gefördert wird.

Grundlegende Bedingungen für die Internationalisierung

Die Internationalisierung erfolgt durch einen umfangreichen, festgesetzten Rechtsrahmen. Darin sind wirtschafts- und volkspolitische Regelungen verankert, die sich beispielsweise in Marktöffnungen, Zollbeschränkungen, Export- und Importgenehmigungen sowie Währungssicherheiten widerspiegeln.
So kann eine Nation, als Konsequenz möglicher Nachteile, die auf den internationalen Handel zurückzuführen sind, die Entwicklung der Internationalisierung in gewissen Stücken zurückdehnen. Dafür belasten sie bestimmte Produkte mit Zollgebühren zur Verhinderung von Dumpingpreisen ausländischer Unternehmen.

Kritische Anmerkungen zur Internationalisierung

Der internationale Handel erfolgt strengen Regeln, die jedoch Spielraum zur Interpretation bieten. Dieser Graubereich führt zu Wettbewerbsverzerrung, der vor allem von Umweltschützern und Menschenrechtsorganisationen scharf kritisiert wird. So beklagen diese Organisationen die Ausbeutung von Menschen in Schwellenländer durch Kinderarbeit und unzureichende Hygienebedingungen. Dies betrifft die Textilindustrie in Bangladesch, ebenso wie Produktionsstätten in China und Erzmienen in Afrika und Südamerika. Aus diesem Grund ergreifen größere Marktteilnehmer und Konzerne verstärkt Gegenmaßnahmen, indem Qualitätssiegel zur Sicherstellung von Standards entwickelt werden und Lieferanten gleichzeitig strenger überwacht werden.

Zusammenfassung und Definition der Internationalisierung

• Die Internationalisierung beschreibt die zunehmende Entwicklung von Unternehmen über die Landesgrenzen hinweg
• Dieser Trend ist kein neues Phänomen, sondern viel mehr die logische Konsequenz einer grenzüberschreitenden Arbeitsteilung
• Grundlegende Regeln, Vorschriften und Gesetz sollen Wohlstand und Wachstum für alle Beteiligten gewährleisten

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