Was ist eine Kakophonie? – Beispiele, Wirkung & Erklärung

Bei der Kakophonie handelt es sich um einen Übellaut, bedeutet das man sich zeitweise die „Ohren zu halten“ muss. Da die Reihenfolge nicht zusammen passt. Es kann also sehr weh tun. Dieser kommt sowohl in der Literatur als auch in der Musik vor, was nicht häufig vor kommt, dass man Begriffe sowohl in der Musik als auch in der Literatur vor findet. Bei der Musik spricht man von der Dissonanz, also wenn die Töne nicht zueinander passen. Das Gegenteil vom Übellaut ist Wohllaut (Euphonie). Man spricht auch von einem Stilmittel, dass sowohl in der Musik als auch in der Literatur vor kommen kann. Hier bei ist der Hörer bzw. Leser gefragt, da es davon abhängt wie er urteilt.

Die Kakophonie kommt aus dem Griechischen und wird mit kakoc = schlecht und phone = laut (Ton oder Laut) übersetzt. Die Übersetzung macht deutlich, worum es geht, es passt nicht zusammen. Es geht um Missklang, in der Musik und Sprache. Also hört es sich für den Leser und Hörer nicht gut an, so kann es „schief“ anhören und man denkt, dass es sich um einen Laien handelt. Das folgende Beispiel macht es deutlich, wenn die Kakophonie in der Literatur eingesetzt wird und zeigt, dass es einfach ist einzusetzen. Man achtet nur nicht darauf, wenn es im Alltag gebraucht wird.

Beispiel:

Die Jetztzeit ist brutal und grausam.

In diesem Beispiel wird deutlich, dass mehrere Konsonanten aufeinander folgen. Auch die Zischlaute tun ihr übriges dazu. Oft wird die Kakophonie in Zungenbrechern verwendet. Sie sind laut und die Konsonanten häufen sich. Um die Wörter genau auszusprechen, werden Sprechpausen mit eingebaut, ansonsten kann es undeutlich sein und man kann Missverständnisse nicht ausschließen. Durch die Folge der Worte, scheint es als ob es aggressiv ausgedrückt wird, was aber nur durch die Laute der einzelnen Silben kommt. Auch das folgende Beispiel macht es nochmal deutlich.

Beispiel:

Ich komme später. Ich sitze noch an der Strickstrumpfhose.

In diesem Beispiel folgen auch die Konsonaten aufeinander. Und durch die Zischlaute könnte man meinen, dass es sich um einen Zungenbrecher handelt. Dadurch das wenige Vokale das Ganze glimpflicher machen, klingt es sehr hart. Auch die Silben werden sehr hart gesprochen. Es klingt also nicht unbedingt harmonisch und sanft, da ist es auch egal in welcher Stimmlage und in welche Tonlage man das Wort ausspricht.

In der Literatur hängt es von dem Leser ab und deren Auffassungsgabe. Da es nicht gesprochen, sondern gelesen wird. Bei der Kakophonie findet man viele Häufungen von gleichen Buchstaben (Konsonanten). Und es nicht einfach, den Worten zu folgen, da sie sehr aggressiv rüber kommen.

Die Kakophonie in der Musik

In der Musik wird bei der Kakophonie das Abspielen von Tönen gemeint. Die Reihenfolge der Töne passen nicht zusammen. Und es kann eine Unbehaglichkeit auslösen. Es heißt auch Dissonanz (Misston). Deswegen hört man oft die Dissonanz. Aber selten ist dann von der Kakophonie die Rede. Man hört dann die Abfolge und merkt, dass sie nicht zusammen passen. Aber das bedeutet, dass der Hörer darüber urteilt.

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Bei der Beurteilung hängt es von dem Hörer ab. Viele Musiker nutzen diesen Stil für ihre Musik. Strauss hat ein Stück geschrieben (Elektra). Am Anfang kann man es schon erahnen, dass das Stück nicht „normal“ ist. Und trotzdem hat es mit den Grundstein gelegt. In der heutigen Zeit ist das Stück nicht mehr das Hauptaugenmerk der Kakophonie. Aber wurde als dieses lange Jahre bezeichnet. Und es tut auch nicht mehr in den Ohren „weh“, da man sich erst daran gewöhnen musste. Die Uraufführung war 1909. Und wurde gut besucht und brachte letzten Endes den ganzen Stein ins rollen.

Die Kakophonie ist keine rhythmische Abfolge, sondern nur aneinander gehängte Töne. Sie haben keine Melodie. Es hört sich einfach nur grausam an und man hofft auf Veränderung. Allerdings braucht man viele Nerven um so ein Stück zu verstehen und durchzustehen. Es dauert eine Weile bis man sich den Sinn zu Gemüte führt. Selten geht es ohne Komplikationen. Denn meist ist es ein schneller Wortwechsel. Es müssen dafür mindestens zwei Personen vorhanden sein. Ansonsten kann ein schneller Wortwechsel nicht folgen.

Das Wichtigste der Kakophonie

In der Kakophonie ist es eine Reihenfolge von Wörtern und Tönen, die zusammen nicht gut klingen. Und einem Ohrenschmerzen bereiten können. Dadurch wird oft das Urteilsvermögen getrübt. Bei der Literatur kann man auch die Unstimmigkeiten zwischen zwei Menschen bezeichnen. Denn es kommt dann zu Wortgefechten. Die Kakophonie kann als Stilmittel, aber auch als Stilfehler bezeichnet werden. Dabei kommt es auf die Beurteilung des Lesers an, deswegen kommt es darauf an, wie der Leser das Ganze beurteilt. Es gibt nur die Möglichkeit so einen Stil zu mögen oder abzulehnen. Es ist keine Gewöhnungssache, man muss es mögen. Meist drängt sich die Kakophonie in den Vordergrund. Meist wird die Kakophonie in einem Dialog benutzt, wenn sich die Personen nicht einig werden können. Das Gegenteil von der Kakophonie ist die Euphonie, die Euphonie bedeutet Wohlklang. Das bedeutet, dass man die Worte miteinander in Harmonie bringen kann. Und diese hören sich auch harmonischer an. Bei manchen Wörtern setzt man einen weiteren Konsonanten ein, damit das Wort nicht mehr so hart klingt ( russisch, englisch, französisch, allerdings ist eine Ausnahme bei amerikanisch), dort wird ein weiterer Konsonant eingepflegt. Damit klingt das Wort an sich weicher.

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