Was ist eine Komposition in Kunst & welche gibt es? Aufklärung

Was ist eine Komposition in Kunst & welche gibt es

Was ist eine Komposition in Kunst & welche gibt es? Aufklärung

Eine Komposition ist ein Begriff aus der bildenden Kunst. Hierbei handelt es sich um die optische und formale Gestaltung und Anordnung der Elemente eines Kunstwerks. Inhaltlich definiert die Komposition die Beziehung der einzelnen Gestaltungselemente zueinander. Bei der Art des Kunstwerks kann es sich sowohl um ein klassisches Gemälde handeln als auch um eine Grafik, eine Zeichnung oder ein Relief. Eine Komposition kann nicht nur auf einer Fläche gestaltet werden, sonder auch im räumlichen Sinne. Somit kann sie auch bei Plastiken oder Skulpturen sowie im Bereich der Architektur auftreten. Kompositionen erzielen eine bestimmte Wirkung auf den Betrachter und lösen eine Interaktion aus.

Die verschiedenen Elemente

Eine Komposition kann über den Einsatz verschiedener definierter Elemente charakterisiert werden. Hierzu gehört zum Beispiel eine bestimmte Anordnung von Figuren oder auch Gegenständen. Kompositionen können aber auch im Rahmen von sphärischen oder geometrischen Bezügen entstehen. Hier benutzt man vor allem die Dreieckskomposition oder die Diagonalmethode. Weitere mögliche Ausprägungen sind die perspektivische Ausgestaltung oder auch die Proportionslehre.

Ebenso können Linien eine Komposition bilden. Dabei können diese tatsächlich gesetzt werden oder auch nur optisch erkennbar und gedacht sein. Ein weiteres Beispiel für eine Komposition ist daneben der goldene Schnitt. Eine gewisse Flächenhaftigkeit und ein symmetrischer Aufbau eines Kunstwerks können ebenso komponiert werden. Mit den Elementen Licht und Farbe lassen sich zudem klassischerweise interessante Kompositionen abbilden. Zuletzt kann eine Komposition aber auch durch bestimmte Ordnungsprinzipien gestaltet werden.

Sei es eine bestimmte Aufreihung, ein Rhythmus, eine Gruppierung oder Streuung, eine Anhäufung von Elemente oder die Wahl von Asymmetrie, Dynamik oder Statik. Bestimmte Strukturen, Raster oder die Wahl von Schwerpunkten sind weitere beliebte Stilmittel. So kann man durch einen gezielten Einsatz der Elemente wenn man möchte eine Dominanz eines Objektes erschaffen. Dieses wird die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und im Mittelpunkt stehen.

Die anderen Elemente sind lediglich tragende Elemente. Das im Mittelpunkt stehende Element bildet den Schwerpunkt bzw. das Hauptthema des Kunstwerks ab. Dieses Element wird auch als Brennpunkt bezeichnet. Einen Schwerpunkt kann man am besten durch den Einsatz von Kontrasten, Isolation, Konvergenz oder durch eine gezielte Platzierung schaffen. Auch kann etwas Ungewöhnliches leicht die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Um die Komposition leichter erkennbar zu machen, können Sie darauf achten, das Kunstwerk auf das Wesentliche zu reduzieren. Zudem kann es helfen, dass Sujet zu reduzieren und in seiner Grundform darzustellen.

Arten der Komposition

In der Kunst gibt es verschiedene Arten einer Komposition. Eine bekannte Methode ist die Hell-Dunkel- Komposition. In diesem Bereich lassen sich Kontraste beispielsweise durch das Spiel mit Licht und Schatten bewirken. Durch verschiedene Linienführungen und eine unterschiedliche Strichstärke kann ebenfalls ein expressionistischer Gesamteindruck entstehen.

Daneben gibt es noch die Farbkomposition. Farben haben eine hohe Ausdruckskraft. Sie können aufeinander abgestimmt sein und ein harmonisches Bild ergeben oder auch kontrastreich verwendet werden. Hier lässt es sich hervorragend mit Komplementärfarben arbeiten oder mit einem Kontrast aus hell und dunkel sowie warum und kalt. Um ein harmonisches Bild zu erzeugen sollten die Farben aus der gleichen Farbfamilie stammen oder sich in Bezug auf Helligkeit und Intensität möglichst wenig unterscheiden. Farben können aber auch für sich selbst sprechen und eine Stimmung wiedespiegeln. Dabei können Farben in Primär-, Sekundär- und Tertiärfarben untergliedert werden.

Zu den Primärfarben gehören rot, blau und gelb. Diese Farben sind leuchtend und wirken optimistisch. Zu den Sekundärfarben gehören grün, orange und violett. Diese Farben entstehen durch Mischung der Primärfarben. Durch die Wahl dieser Farben kann man eine neutrale Bildwirkung erzielen. Bei den Tertiärfarben handelt es sich um die Farben rotorange, gelbgrün, gelborange, blauviolett, blaugrün und rotviolett. Wenn Sie diese Farben wählen, erreichen Sie eine eher getrübte und deprimierende Stimmung.
Sie können aber auch eine Zentralkomposition erstellen.

Dabei wird das Hauptobjekt des Kunstwerkes an einer zentralen Stelle des Werks abgebildet. Dies bringt Ruhe und Stabilität in das Werk. Im Kontrast dazu steht die Dekomposition. Hier wird gezielt versucht, die Objekte ungeordnet im Kunstwerk abzubilden. Dadurch wirkt das Bild chaotisch und es können Eindrücke von Bedeutungslosigkeit entstehen.

Daneben gibt es noch die offene und die geschlossene Komposition. Bei der offenen Komposition wird das Hauptobjekt nur am Rande und nicht in Gänze abgebildet, sondern es geht optisch und gedanklich über den Bildrand hinaus. Bei der geschlossenen Variante wird das gesamte Sujet abgebildet.

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