Was ist eine Lineare Nachfragekurve? – Erklärung & Beispiel

Die lineare Nachfragekurve zeigt die Beziehung zwischen Preis und Nachfrage. Wird ein Preisanstieg für eine Ware verzeichnet, verändert sich die Warennachfrage proportional. Dies ist unabhängig von der Höhe des aktuell absoluten Preises.

Wird ein Produkt im Rahmen der Volkswirtschaft gehandelt, fällt schnell auf, dass die Nachfrage in der Regel häufiger wird, je geringer der Preis ist und umgekehrt. Ist der Preis besonders hoch, sinkt die Nachfrage rapide.

Um diesen Sachverhalt zu verdeutlichen, werden die entsprechenden Daten in einem Diagramm dargestellt. Die entstehende Linie oder Kurve zeigt genau das Verhältnis zwischen Preis
und Nachfragemenge. Ein Linie entsteht in diesem Zusammenhang, wenn mit der Preissteigerung eine Senkung der Nachfragemenge proportional einhergeht. Das ist dann die lineare Nachfragekurve, die eigentlich keine Kurve ist. Um Missverständnissen vorzubeugen kann sie auch als lineare Nachfragefunktion bezeichnet werden.

Merkmale der linearen Nachfragekurve

Wird die Grafik der Kurve betrachtet, ist der Verlauf immer annähernd gleich von oben links nach unten rechts innerhalb eines Koordinatensystems. Auf der Y-Achse wird der Preis des Guts abgelesen, die X-Achse definiert die Gütermenge.

Ist die Nachfragekurve linear, ist jederzeit eine negative Steigerung der Mengennachfrage verzeichnet, die aber diverse Werte haben kann. Die Formel für die Kurve stellt sich folgendermaßen dar:

p(x) = -m* x + b

Aus mathematischer Sicht ist die Bedeutung folgende:

b = Y-Achsenteil

Aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht gibt es dafür folgende Bedeutung:

  • b = Prohibitivpreis
  • Das ist der Preis, zu dem niemand irgendeines dieser Produkte kaufen würde

Der Punkt, an dem die lineare Nachfragefunktion die X-Achse schneidet, stellt die Sättigungsmenge dar. Der Preis für ein Produkt liegt bei Null, die Mengennachfrage ist damit so hoch wie nur möglich.

Die elastische lineare Nachfragekurve

Die lineare Nachfragekurve ist elastisch. Diese Elastizität gibt an, wie sehr die Nachfragemenge auf kleinste Preisänderungen reagiert. Abhängig von der Kurvensteigerung, verändert sich die Nachfrage immer proportional zum Preis:

  • Beträgt die Steigung den Wert 1, so steigt der Preis beispielsweise um 20 %, sinkt die Nachfrage um 20 %. Bei Preissenkungen von 10 %, steigt die Nachfrage um diese 10 %
  • Ist die Steigung kleiner als 1, verläuft die Kurve flach. Preisänderungen haben unterproportionalen Einfluss auf die Nachfragemenge (lebensnotwendige Produkte)
  • Ist die Steigung größer als 1, bedeutet dies eine elastische Reaktion der Verbraucher auf steigende Preise. Ein überteuertes Produkt wird durch ein anderes ersetzt.

Bei der linearen Nachfragekurve hat die Elastizität an jedem Kurvenpunkt dieselbe Höhe.

Zusammenfassung

Die lineare Nachfragekurve ist in der grafischen Darstellung eine Gerade von oben links nach unten rechts, mit der Formel p(x) = -m * x + b. Sie kann elastisch sein, aber auch unelastisch.

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