Was ist eine polizeiliche Anmeldung beim Umzug? Aufklärung

Was ist eine polizeiliche Anmeldung beim Umzug

Wer aus dem Ausland nach Deutschland zieht, muss eine polizeiliche Anmeldung vornehmen. Worum es sich dabei handelt und was beim Kontakt mit der Behörde zu beachten ist, wird im Folgenden erklärt.

Was ist eine polizeiliche Anmeldung bei Umzug?

Wird innerhalb Deutschlands der Wohnsitz gewechselt, muss die neue Adresse beim Einwohnermeldeamt bzw. Bürgerbüro oder Bürgeramt angemeldet werden. Dafür haben deutsche Staatsbürger in der Regel zwei Wochen Zeit. Erfolgt die Anmeldung nicht rechtzeitig, zeigen sich die Behörden jedoch meist kulant. Erst bei gänzlich ausbleibender Ummeldung, die gleichzeitig die Abmeldung vom alten Wohnort umfasst, droht ein Bußgeld.
Im Unterschied dazu ist die polizeiliche Anmeldung an strengere Richtlinien geknüpft.

Menschen, die aus dem Ausland nach Deutschland ziehen, müssen sich zügig bei der zuständigen Behörde melden. In der Regel handelt sich dabei um die Meldestelle im Bürgeramt. Dort werden Personalien sowie Wohnortdaten aufgenommen und eine Meldebestätigung ausgestellt. Zudem werden die „personenbezogenen Daten“ der zugezogenen Person im amtlichen Melderegister gespeichert. Dabei handelt es sich um den vollständigen Namen, Geburtsdatum und Familienstand sowie die neue Meldeadresse. Je nach Situation muss zudem eine Einzugsbestätigung vom Vermieter vorgelegt werden, welche ebenfalls im Melderegister gespeichert wird.

Meldebestätigung immer dabei haben

Nicht-EU-Bürger benötigen die Meldebestätigung, um später eine Aufenthaltserlaubnis beantragen zu können, insofern noch ein Visum für die gesamte Aufenthaltsdauer vorhanden ist. Die Meldebestätigung sollte in diesem Fall ständig mitgeführt werden, damit die Aufenthaltserlaubnis bei einer polizeilichen Kontrolle direkt bestätigt werden kann.

Durch eine frühzeitige Anmeldung wird sichergestellt, dass sich keine Menschen ohne gültiges Visum in Deutschland aufhalten. Zudem können die Daten im Melderegister gespeichert werden, wodurch andere Behörden oder Privatpersonen Kontakt zur zugezogenen Person aufnehmen können. Dies ist beispielsweise nützlich, wenn nach dem Verlassen des Heimatlandes wieder Kontakt zu Verwandten oder Freunden hergestellt werden soll, die sich bereits in Deutschland befinden.

Polizei Abmeldung bei Ausreise

Die polizeiliche Anmeldung ermöglicht einen legalen Aufenthalt in Deutschland. Genauso ist es notwendig, vor der Ausreise eine Abmeldung vorzunehmen. Die Abmeldung kann frühestens zwei Wochen vor der Abreise vorgenommen werden und bedarf des passenden Formulars. Je nachdem, in welcher Stadt die Abmeldung erfolgen soll, ist das Formular online oder bei der Behörde vor Ort erhältlich. Bürger, die aus Deutschland ausreisen möchten, sollten das Formular vollständig ausgefüllt bei der Behörde abgeben und eine Kopie einbehalten.

Die polizeiliche Abmeldung ist nicht immer notwendig. Wer sich innerhalb der Fristen an einem neuen Wohnort in Deutschland registriert, wird damit automatisch vom alten Wohnort abgemeldet. Im Zweifelsfall kann das zuständige Einwohnermeldeamt weitere Informationen geben.

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