Was ist eine Put-Option? – Erklärung & Beispiel

Knapp und einfach definiert

Hat jemand die Put-Option, so hat er das Recht, einen Basiswert der festgelegt wurde, in einem bestimmten Zeitraum zu verkaufen. Er muss es aber nicht. Somit ist die Put-Option eine Verkaufsoption. Als Gegenteil zur Put-Option, gibt es die Call-Option, die die Kaufoption darstellt.

Bei einer Put-Option handelt es sich um eine Verkaufsposition. Der Inhaber der Option kann in der Zukunft zu dem heutigen Preis verkaufen. Aktien, Anleihen oder Gold dienen als Bezugswerte.

Funktionsweise der Put-Option

In der Theorie kann der Inhaber der Put-Option, einen bestimmten Basiswert zu einem bereits festgelegten Preis verkaufen. Der Käufer ist meist die Bank und ist auch gleichzeitig der Käufer der Put-Option. In der Praxis kommt es somit nur sehr selten zum physischen Austausch des Basiswertes.

Meistens ist es so, dass der Inhaber der Put-Option den gestiegenen Preis bezahlt, beziehungsweise, dass die Bank den gesunkenen Preis auf sich nimmt. Dadurch kommt es dazu, dass der Basiswert von keiner Partei in Besitz gelangt.

Einsatzgebiet der Put-Option

Optionen gibt es immer zu zwei Zwecken. Einerseits dienen sie der Risikoabsicherung und andererseits dienen sie Spekulationsmotiven. Bei der Risikoabsicherung wird die Put-Option dafür verwendet eine Position von Anfang an abzusichern. Wenn der Wert fällt, so begleicht die Put-Option den Verlust. Wenn die Kurse fallen, macht der Investor Gewinn.

Zur gleichen Zeit werden die Put-Optionen dafür genutzt, um auf fallende Kurse spekulieren zu können. Das ist möglich mit ganz normalen Aktien oder Fondsanteilen. In dem Fall würde der Anleger Gewinn erzielen, wenn der Wert des Produkts steigt. Sinkt der Kurs, macht der Anleger Verluste.

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Beispiel Put-Option

Ein Anleger kauft Aktien eines brasilianischen (Wachstumsmarkt) Unternehmens. Da das Investment mit einem Risiko behaftet ist, entscheidet sich der Anleger die Position abzusichern. Er wählt eine Put-Option mit einer zweijährigen Laufzeit. Dadurch kann der Anleger in der Zeit die Aktie für 100€ verkaufen.

In den ersten zwei Jahren fällt die Aktie auf 70€. Der Anleger macht mir der eigentlichen Aktieninvestition Verluste. Durch die Put-Option kann er sich aber einen Teil dieser Verluste wieder einholen. Er kann nun eine Aktie für 70€ kaufen und diese direkt mit der Put-Option für 100€ verkaufen. Es steht ihm frei, ob er seinen eigenen Aktien auch zu diesem Kurs verkaufen möchte, oder ob er diese noch behält.

Zusammenfassung Put-Option

  • …Verkauf eines Finanzproduktes zu dem heutigen Kurs
  • …Inhaber ziehen Profit aus fallenden Kursen
  • …dienen Spekulations- und Absicherungszwecken

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