Was ist eine telegrafische Überweisung? Aufklärung

Was ist eine telegrafische Überweisung

Eine telegrafische Überweisung ist eine kurzfristige Überweisung. Oft dient sie für grenzüberschreitende Transaktionen. Sie wird auf dem elektronischen Weg oder mittels Beleg durchgeführt.

Wozu dient die telegrafische Überweisung?

Wenn es schnell gehen muss ist die telegrafische Überweisung die richtige Art der Überweisung. Gerade wenn die Überweisung fristgerecht oder termingetreu durchgeführt werden muss, ist diese Variante des Geldtransfers die Optimalste. Diese Überweisungsform kann sowohl für Inlands- als auch für Auslandstransaktionen verwendet werden. Ziel der telegrafischen Überweisung ist es, die Bank des Empfängers mit Hilfe des bestmöglichen Kommunikationsweges über die Transaktion in Kenntnis zu setzen.

Wie funktioniert die telegrafische Überweisung?

Früher funktionierte diese Überweisung tatsächlich auf telegrafischen Weg, daher kommt die Bezeichnung dieser Transaktionsform. Heutzutage wird kein Telegraf mehr verwendet, sondern eine Software die sich SWIFT nennt. SWIFT ist ein Akronym das sich aus den Begriffen Society for Worlwide Interbank Financial Telecommunication zusammensetzt. Dieses Programm kann man sich wie eine Art Nachrichtenprogramm vorstellen. Hiermit werden die Nachrichten über die Überweisungen versendet. Das Programm bekam den Namen der dazugehörigen internationalen Genossenschaft der Geldinstitute. Diese Genossenschaft verfügt über ein Telekommunikationsnetzwerk, das die Transaktionen zwischen Banken, der Börse und anderen Institutionen weiterleitet.

Dauer einer telegrafischen Überweisung

Inlandsüberweisungen können mit dieser Transaktionsart noch am selben Tag ausgeführt werden. Zu beachten ist allerdings, dass die Überweisung hierfür bis 12.00 Uhr mittags bei der Bank in Auftrag gegeben werden muss. Bei der elektronischen Variante reicht es oftmals, wenn die Überweisung bis 16.00 Uhr getätigt wird. Dadurch wird gewährleistet, dass die Überweisung dem Empfänger sofort zur Verfügung steht. Die Bank des Empfängers erhält zusätzlich eine Benachrichtigung die sich Avise nennt. Inhalt dieser Benachrichtigung sind das Überweisungsdatum, die Überweisungshöhe und weitere relevante Informationen. Diese Benachrichtigung wird dann an den Kunden weitergeleitet.

Vorteile

Die telegrafische Überweisung ist eine sichere und schnelle Methode Überweisungen im Inland und Ausland zu tätigen. Zusätzlich wird eine sogenannte Avise an die Bank des Empfängers und daraufhin an den Kunden gesendet. Die telegrafische Überweisung stellt eine sichere Alternative zur Kreditkarte dar. Sinnvoll ist sie vor allem bei Immobiliengeschäften. Auch für Geschäfte bei denen die Waren erst nach Zahlungseingang geliefert werden, ist die telegrafische Überweisung eine vorteilhafte Methode.

Nachteile

Eine telegrafische Überweisung kann je nach Bank Gebühren verursachen. Für eine elektronische telegrafische Überweisungen kann eine Gebühr von ungefähr fünf bis 20 Euro erhoben werden. Für die mittlerweile noch sehr selten verwendete, aber immer noch mögliche, telegrafische Überweisung mittels eines Belegs können ungefähr bis zu 25 Euro Gebühren anfallen. Wird ein Betrag von über 12.500 Euro ins Ausland überwiesen, tritt die sogenannte Meldepflicht gemäß der Außenwirtschaftsverordnung in Kraft. Das bedeutet, dass ein zusätzliches Formular an die deutsche Bundesbank gesendet werden muss. Informationen zu diesem Formular erhalten Sie von Ihrer Bank.

Fazit

Die telegrafische Überweisung wird oft auch als Expressüberweisung bezeichnet.
Da die Gebühren je nach Bank sehr hoch ausfallen können, lohnt sich diese Art der Überweisung nur bei enorm hohen Beträgen oder wenn eine nicht fristgerechte Zahlung weitreichende Konsequenzen für den Auftraggeber hat.

Alles was Sie für die Durchführung einer telegrafischen Überweisung benötigen ist entweder ein Kundenkonto bei einer handelsüblichen Bank Ihrer Wahl oder gegebenenfalls ein Online-Banking-Konto. Mittlerweile gibt es zur eigenen Hausbank auch Online-Anbieter die solche Expressüberweisungen nahezu kostenfrei anbieten. Eines der bekanntesten Beispiele hierfür ist der Online-Anbieter PayPal. Neben PayPal gibt es allerdings eine Vielzahl an weiteren Anbietern.

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