Was ist eine Transferfähigkeit im Studium & in der Arbeitswelt? Aufklärung

Was ist eine Transferfähigkeit im Studium

Was bedeutet Transferfähigkeit?

Der Begriff „Transferfähigkeit“ umschreibt die Fähigkeit eines Menschen, etwas im Studium in der Theorie oder durch Übung Erlerntes in die Praxis auf ähnliche Situationen zu übertragen und eine zutreffende Lösung zu entwickeln.
Beschrieben wird durch diese Fähigkeit des Transfers der Lernerfolg, der sich durch die Anwendung des Wissens in einem neuen Zusammenhang manifestiert.

Eine Schlüsselfunktion, die den Transfererfolg sichert

Während des Studiums lernt man viele Dinge, die in verschiedenen Lernstufen vermittelt werden. Nur durch das regelmäßige Üben und Anwenden festigt sich Wissen. Erlernte Themen werden während des Studiums im eigenen Gedächtnis in sinnvolle Zusammenhänge gebracht und so für den eigenen Verstand „brauchbar“ abgespeichert. Um sicherzustellen, dass wir Wissen reproduzieren können, ist es wichtig, dass das Wissen für einen Menschen attraktiv und mit Praxisbezug behaftet ist. Nur so ist es möglich, dieses Wissen wieder abzurufen und in neue Zusammenhänge zu bringen und während der Lösungsfindung in einen Praxisbezug förderlich einfließen zu lassen.

Transferfähigkeit im Studium

Die Lernziele im Studium unterscheiden sich in ihrer Lernzieltiefe. Es werden Dinge vermittelt, die man nur kennen und gehört haben muss. Andere Themen sollen verstanden und angewendet werden. Bereits in dem Lernziel ist die Lerntiefe ersichtlich. Denn, wenn ich etwas nur kenne, dann ist es mir möglich, dies namentlich aufzuzählen. Habe ich einen Lerninhalt verstanden, so kann ich diesen auch erklären und detaillierter wiedergeben.
Erst durch die Anwendung und das regelmäßige Üben mithilfe verschiedener Fallbeispiele, wird das Wissen so erlernt, dass es auf neue Situation angepasst und angewendet werden kann. Zu diesem Zeitpunkt ist die Transferfähigkeit erfolgt und stellt sicher, dass das Gelernte abrufbar und anwendbar ist und zu einer Lösung eines neuen Problems beiträgt.

Transferfähigkeit in die Arbeitswelt

Vielen Berufsanfängern fällt es schwer, sich in der Arbeitswelt einzufinden. Oft treffen sie hier auf Aufgaben, die sie zunächst nicht lösen können. Die Themen bauen nicht auf dem Gelernten auf und eine Wiedererkennung von Inhalten ist oftmals unmöglich.

Umso wichtiger ist es, dass bereits im Lernprozess darauf geachtet wird, dass man das Gelernte für sich selbst so verständlich macht, dass man es mit seinem vorhandenen Wissen verbinden kann und so ein neuer Transfer gewährleistet wird. Je vielseitiger die Herangehensweise und flexibler der Lernprozess hierbei gestaltet ist, umso besser wird der spätere Transfer gelingen.

Ein enger Bezug zur Arbeitswelt, studienbegleitende Praktika und viel Praxis und Beispiele aus dem Alltag, stellen einen besseren Bezug zu den Lernthemen her und bilden so eine Brücke zu dem Lernenden, der diese dann in seinen persönlichen, neuen Sachbezug transferieren und in diesem anwenden kann.

Etwas zu lernen bedeutet noch nicht, etwas zu können. Erst durch das Üben und den Transfer gelingt es, Dinge in der Praxis abzurufen, einen Transfer zu schaffen und Wissen anwenden und in neue Zusammenhänge zu bringen.

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