Was ist eine Unelastische Nachfrage? – Erklärung & Beispielrechnung

Normal herrscht auf dem Markt die Regel, dass die Nachfrage den Preis bestimmt und sich die Unternehmen so dem Verbraucher anpassen. Eine Außnahme von dieser Regel bildet jedoch die unelastische Nachfrage, was nichts anderes bedeuted, als dass die Nachfrage in diesem Fall keinen Einfluss auf den Preis der Produkte und der Güter hat, was auch in sich einschließt, dass geringe Erhöhungen oder Senkungen des Preises zu einer sehr geringen Veränderung der Nachfrage führen.

Die Nachfrage it in der Volkswirtschaft elastisch und sorgt in der Regel dafür, dass die Marktteilnehmer auf eine betimmte Weise auf eine Preisänderung reagieren.

Unterschiedliche Reaktionen

Wenn sich ein Preis für ein Gut verändert, welches auf dem Markt angeboten wird, dann kann die Reaktion der nachfragenden Marktteilnehmer unterschiedlich ausfallen, wobei es auch eine Rolle spielt, welches Produkt von dieser Preisveränderung betroffen ist.

Ein Beispiel dafür ist zum Beispiel der Kraftstoff, welcher für die Fahrzeuge benötigt wird, von welchen die Menschen in der Regel sehr abhängig sind. Wenn der Preis für den Kraftstoff ansteigt, dann wird die Nachfrage trotzem relativ gleich bleiben, da die Menschen mit dem Auto zur Arbeit fahren müssen und deshalb trotzdem weiterhin den Kraftstoff kaufen werden. In diesem Fall ist dann die Rede von der unelastischen Nachfrage.
Das Gegenteil zu dieser unelastischen Nachfrage ist die Reaktion der Verbraucher auf ein Gut, auf welches sie nicht unbedingt angewiesen sind und sich den Kauf, bei einer Preiserhöhung, genau überlegen und deshalb auch sehr empfindlich auf die Preiserhöhungen reagieren. Deshalb kann man Luxusgüter nicht unter die Kategorie der unelastichen Nachfrage zählen

Die Berechnung

Eigentlich wird in der Volkswirtschaft davon ausgegangen, dass der Preis eines Produktes durch die Nachfrage bestimmt wird und von dieser abhängig ist. So gilt da die Regel, dass die Nachfrage für ein Produkt sinkt, wenn das Preis für dieses ansteigt.

Andersrum wird die Nachfrage steigen, wenn ein Produkt im Preis gesenkt wird. Liegt eine Preiserhöhung vor, dann kommt es jedoch auch immer darauf an, um welche Güter es sich handelt, um festmachen zu können, wie stark die Nachfrage tatsächlich abfällt. Um diese zu berechnen, gibt es eine Formel für die Preiselastizität der Nachfrage, welche wiefolgt lautet: ((M2 – M1) / M1) / ((P2 – P1) / P1)

M1 ist dabei die Menge des Gutes, zu welcher P1, also die Nachfrage für dieses Gut, gehört. M2 ist dagegen die Menge, welche von den Konsumenten nachgefragt wird, wenn der Preis auf den Preis P2 geändert wurde.

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Liegt der Wert, welcher bei dieser Formel rauskommt unter 1, dann kann man durchaus von einer unelastischen Nachfrage reden, da der Preis nahezu keinen Einfluss auf die Nachfrage hat.

Die Begründungen sind unterschiedlich. Ein möglicher Grund ist der, dass eine Preiserhöhung von einem Prozent mit einer Nachfrage zusammenhängt, welche um weniger als einen Prozent zurückgegangen ist.

Eine weitere Begründung ist, dass die Nachfrage bei einer Elastizität von 1, weder elastisch, noch unelastisch ist, sondern gleich bleibt. Eine starre Nachfrage liegt dann vor, wenn bei der Formel als Ergebnis die Elastizität von 0 rauskommt. Demnach resultiert auch, dass die Nachfrage gleich bleibt, wenn der Preis vervielfacht werden würde.

Ist die Elastizität größer als 1, dann ist von einer flexiblen Nachfrage die Rede und die Regel der sozialen Marktwirtschaft greift Fuß, da die Nachfrager flexibel auf Preiserhöhungen reagieren und weniger Güter konsumieren

Gründe für die unelastische Nachfrage

Dass es die unelastische Nachfrage auf dem Markt gibt und Produkte, welche in dem Preis rasant steigen, immer noch eine sehr hohe Nachfrage verzeichnen können, liegt vor allem daran, dass es auf dem Markt Güter gibt, welche für die Konsumenten und somit für die Nachfrager unabkömmlich sind.

Wird dises bestimmte Wirtschaftsgut dringend benötigt und gibt es kein vergleichbares Substitut, dann greift die unelastische Nachfrage, wie es zum Beispiel bei fondamentalen Gütern, wie Brot, der Fall ist.

Würden die Preise für dieses Gut von einen auf den anderen Tag auf das Doppelte ansteigen, dann würde die Nachfrage nicht zurückgehen, sondern, wenn überhaupt, nur sehr leicht und kaum merkmal zurückgehen. Grund dafür ist, dass das Gut Brot einzigartig ist und die Konsumenten nahezu keine Alternativen dazu haben.

Zusammenfassung

Von einer unelastischen Nachfrage ist die Rede, wenn die Nachfrage nicht von Preiseröhungen abhängt und die Konsumenten ein bestimmtes Gut auch dann weiter, in der selben und nur gering abweichenden Nachfrage, kaufen.

Als Faustregel kann man sagen, dass die Nachfrage um weniger als einen Prozent zurückgeht, wenn der Preis für ein gut um ein Prozent steigt. Grund dafür ist die Notwendigkeit des Produktes für den Konsumenten und die fehlenden Alternativen auf dem Markt.

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