Was ist eine Verkaufskalkulation? Aufklärung & Beispiel

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Die Verkaufskalkulation ist ein Instrument, mit welchem der Verkaufspreis eines Produkts definiert wird. Hier wird von jedem angebotenen Produkt der Nettoerlös berechnet. Der Nettoerlös muss im Wesentlichen alle Aufwände decken und bestenfalls einen Gewinn erzielen.

Was ist bei der Verkaufskalkulation zu berücksichtigen?

Für die Berechnung des Verkaufspreises wird die Vorwärtskalkulation herangezogen. Diese geht einem Schema nach. Für dieses Kalkulationsschema nimmt man vorerst den Listeneinkaufspreis, subtrahiert den Lieferantenrabatt (von Hundert) und erhält somit den Zieleinkaufspreis. Vom Zieleinkaufspreis subtrahiert man den Lieferantenskonto (von Hundert) und erhält den Bareinkaufspreis. Zum Bareinkaufspreis werden dann Bezugskosten, wie beispielsweise Versandkosten, Transportversicherungskosten oder dergleichen addiert und man erhält den Einstandspreis, welcher auch Bezugspreis genannt wird. Zu unserem Einstandspreis addieren wir nun Gemeinkosten (von Hundert), welche beispielsweise Personalkosten oder Mietkosten umfassen und erhalten somit die Selbstkosten.

Ab den Selbstkosten spricht man nun von der Verkaufskalkulation. Vom Listenpreis bis zum Einstandspreis spricht man von der Bezugskalkulation. Auf diese Selbstkosten addiert man nun den Gewinnzuschlag (von Hundert) und erhält somit den Barverkaufspreis. Zum Barverkaufspreis kann nun ein Kundenskonto (in Hundert) addiert werden, welcher zum Zielverkaufspreis führt. Zum Zielverkaufspreis addiert man nun den Kundenrabatt (in Hundert) und erhält den Netto Listenverkaufspreis. Zum Schluss addiert man noch die Umsatzsteuer (von Hundert) im richtigen Steuersatz und erhält somit den Listenverkaufspreis und hat eine Verkaufskalkulation erstellt.

In der Kurfassung bedeutet das nun, dass vom Einkaufspreis zum Verkaufspreis gerechnet wird. Hier wird immer der Listenpreis berücksichtigt. Die Einstandspreise werden mittels Bezugskostenkalkulation ermittelt, der Einstandspreis zuzüglich Gemeinkosten mit der Selbstkostenkalkulation und der Listenverkaufspreis mit der Verkaufskalkulation.

Der Kundenskonto in der Verkaufskalkulation

Wie oben bereits erwähnt, wird zum Barverkaufspreis oft ein Kundenskonto addiert. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass dieser auch gewährt wird. Bekommt der Kunde beispielsweise 2% Kundenskonto vom Zielverkaufspreis, beträgt der Barverkaufspreis am Ende nur noch 98%. Dasselbe gilt beim Kundenrabatt – dieser kann gewährt werden, muss jedoch nicht. Somit sind diese Schritte kein fester Bestandteil der Kalkulation, sondern sind individuell zu betrachten.

Ziele der Verkaufskalkulation

Der Verkaufspreis ist somit für den Verkäufer jener Preis, welcher kostendeckend ist und im besten Fall Gewinn bringt. Der Verkaufspreis schneidet sich also schlechtesten Falls mit dem Deckungsbeitrag. Der Verkaufspreis wird unter Berücksichtigung von Gewinn, Kunderabatt, Kundenskonto und Selbstkosten ermittelt.

Zum Abschluss nochmals die tabellarische Darstellung der Verkaufskalkulation unter Berücksichtigung der Bezugskalkulation mit einem Listeneinkaufspreis von € 100,00, Lieferantenrabatt 10% Lieferantenskonto 2%, Gemeinkosten € 40,00, Gewinnzuschlag 25%, Kundenskonto 3%, Kundenrabatt 10% und USt 20%.

Listeneinkaufspreis € 100,00
– Lieferantrabatt 10% € 10,00
= Zieleinkaufspreis € 90,00
– Lieferantenskonto 2% € 1,80
= Bareinkaufspreis € 88,20
+ Bezugskosten € 11,80
= Einstandspreis € 100,00
+ Gemeinkosten €40,00 € 40,00

= Selbstkosten € 140,00
+ Gewinnzuschlag 25% € 35,00
= Barverkaufspreis € 175,00
+ Kundenskonto 3% € 5,41
= Zielverkaufspreis € 180,41
+ Kundenrabatt 10% € 20,05
= Netto Verkaufspreis € 200,46
+ Umsatzsteuer 20% € 40,10
= Listenverkaufspreis € 240,56

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