Was ist eine warenwirtschaftliche Analyse? Aufklärung

Was ist eine warenwirtschaftliche Analyse

Hinter dem Begriff versteckt sich eine Auswertung von Kennziffern mithilfe des Warenwirtschaftssystems und des aktuellen Marktgeschehens. Ein Warenwirtschaftsprogramm beinhaltet im Idealfall alle Warenbewegungen, Warenbestände und andere aussagekräftige Kennziffern, welche es ermöglichen eine Analyse durchzuführen. Gegenstand und Ausrichtung der Analyse entspricht dabei stets dem gegebenen Fall. So kann die Analyse dafür verwendet werden Ladenhüter auszumerzen, aber auch eine genaue Überprüfung der Mindestbestandsmengen kann mittels einer warenwirtschaftlichen Analyse durchgeführt werden.

Welchen Zweck verfolgt die warenwirtschaftliche Analyse?

Es geht hierbei um die Optimierung von Geschäftsprozessen. Dabei lässt sich die Zielsetzung auf drei Kernaspekte bündeln: Minimierung von Kosten, Steigerung der Umsätze und Stärkung der Kundenbindung. Diese Ziele werden durch Auswertung und Interpretation von ausgewählten Kennziffern definiert. Die Analyse alleine kann dabei jedoch keine direkten Lösungsansätze erschaffen. Der Zweck hierbei besteht darin, eine Grundlage zu erschaffen, auf welcher konkrete Pläne für die Erreichung der Ziele erstellt werden.

Vorbereitungen zur Analyse

Vor der Auswertung der Kennzahlen ist es empfehlenswert, das Sortiment an sich noch einmal genauer auszuwerten. Die Vorbereitung einer warenwirtschaftlichen Analyse ist immer eine gute Gelegenheit, Sortimentspflege zu betreiben. Häufig sind Ladenhüter oder andere Sortimentsprobleme auch direkt ohne Befragung der Warenwirtschaft ersichtlich. Die Mitarbeiter sind sehr nah am Geschehen und können eventuell auch Aspekte beisteuern. Ein attraktives Sortiment ist die Grundlage für den geschäftlichen Erfolg. Daher lohnt es stets, bei der Sortimentspflege wachsam zu bleiben und dieses auf Zielgruppe, Branche und Mitbewerber anzupassen.

Mittel und Werkzeuge bei der warenwirtschaftlichen Analyse

Natürlich ist der direkte Vergleich von Zahlen aus der Warenwirtschaft Teil der Analyse. Doch es gibt noch mehr Werkzeuge, welche hier unbedingt benutzt werden wollen. Denn eine Analyse der geschäftlichen Zahlen liefert lediglich Ergebnisse auf interner Basis. Es gibt auch Instrumente, welche Daten von außerhalb in die Analyse einfließen lassen können.

Nachrichten und Medieninhalte auswerten – Das Scanning

Medien liefern stets Neuigkeiten über Trends und aktuelle Geschehnisse am Markt. Diese können mitunter große Auswirkungen auf das eigene Geschäft haben. Daher ist ein regelmäßiges Scanning der Print- und Digitalmedien äußerst hilfreich bei der warenwirtschaftlichen Analyse.

Entwicklungen im Handel und Kundeninteressen – Das Monitoring

Beim Monitoring stehen die Entwicklungen im Handel und das Kundenverhalten im Vordergrund. Handelsergebnisse lassen sich recht leicht aus der Warenwirtschaft und den Nachrichten auslesen. Für Ermittlung von Kundeninteressen und -vorlieben werden unter Umständen Umfragen benötigt.

Ergebnisse der Marktforschung

Institute für Marktforschung liefern wertvolle Daten und Studien über die Entwicklungen am Markt. Diese sind sehr wertvoll für eigene Analysen. Diese Daten können unter Umständen auch etwas Geld kosten. Richtig umgesetzt sind sie allerdings die Investition durchaus wert.

Auswertung der Warenbewegungen

Die Auswertung von Daten aus der Logistik und dem Warenwirtschaftssystem des eigenen Unternehmens liefern die Grundlage für die Lageroptimierung. Daher empfiehlt es sich, ein Warenwirtschaftsprogramm zu nutzen, welches die relevanten Daten aufnimmt. Dies macht die Arbeit leichter und die Ergebnisse werden akkurater. Mithilfe dieser Daten lassen sich Warenbestände optimieren. Dies stellt einen wichtigen Aspekt in der Kostenreduktion dar, denn niedriger Lagerbestant bindet auch weniger Kapital und das Risiko von Ladenhütern sinkt ebenfalls.

Die Bestandsführung erleichtert die Inventur

Bei der Lagerverwaltung stehen die Wareneingänge und -ausgänge im Vordergrund. Aber auch Qualitätsprüfungen und Ermittlung der tatsächlichen Warenbestände gehören hier zur täglichen Prozedur. Dies erzeugt seinerseits unverzichtbare Daten für die warenwirtschaftliche Analyse. Idealerweise werden auch diese Prozesse durch die Warenwirtschaft erledigt, welche automatisch die meisten Daten aufnimmt. Eine gute Bestandsführung verkürzt Zeit und Komplikationen bei der wiederkehrenden Inventur erheblich und macht die Datenauswertung präziser. Ein sehr wichtiger Aspekt für die genaue Ermittlung von Mindestbeständen und somit zur Lagerkostensenkung.

Fazit zur warenwirtschaftlichen Analyse

Die warenwirtschaftliche Analyse ist ein vielschichtiger Prozess, welcher sich durch viele Ebenen des Unternehmens bewegt. Im Kern hat sie die Aufgabe mithilfe vorhandener Daten aus internen Quellen (z. B. Warenwirtschaftsprogramme) und externen Quellen (z. B. Marktforschungsdaten) drei Ziele zu verfolgen: Kostenminimierung, Kundenbindung und Umsatzsteigerung. Die Analyse gibt hierbei Aufschluss, in welchen Bereichen die genannten Ziele erreicht werden können. Die Ergebnisse der warenwirtschaftlichen Analyse tragen maßgeblich dazu bei, konkrete Pläne zur Erreichung dieser Ziele zu erarbeiten. Die Analyse lässt sich mit verschiedenen Instrumenten durchführen, beispielsweise durch Auswertung von Warenwirtschaftsdaten oder Ermittlung von Kundenbedürfnissen durch Umfragen. Die Auswahl der Werkzeuge obliegt hierbei dem Unternehmer und sollte immer auf die Art des Unternehmens, seiner Größe und Zielgruppe zugeschnitten sein.

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