Was ist eine Zahllast? – Erklärung & Beispiel

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Wenn ein Unternehmer Umsatzsteuer erhalten hat, ist es dazu verpflichtet, dies an das Finanzamt abzuführen. Das betrifft in Deutschland so gut wie alle Unternehmen. Die Umsatzsteuer muss in einem festgelegten Intervall (festzulegen beim Finanzamt mit der Umsatzsteuervoranmeldung) abgeführt werden, also entweder einmal jährlich, vierteljährlich oder halbjährlich.

Hat ein Unternehmen nun Vorsteuern entrichtet, die in ihrem Wert die Umsatzsteuer übersteigt, die tatsächlich angefallen ist, so bezeichnet man diese Differenz als Zahllast. Kurzum: Differenz der Vorsteuer zur Umsatzsteuer = Zahllast. Auch die Zahllast muss an das Finanzamt abgeführt erden und kann immer erst nachträglich ermittelt werden.

Ein Beispiel zur Zahllast

Ist ein Unternehmen selbst Einkäufer, also bezieht es eine Ware, so bezahlt es Vorsteuer. Fungiert das Unternehmen als Verkäufer, muss es wiederum Umsatzsteuer abführen.

Beispiel: Ein Händler verkauft Fahrräder für 500.000 Euro pro Jahr an seine Kunden. Seine Kunden sind verpflichtet, 19 Prozent Mehrwertsteuer zu bezahlen. Diesen Betrag muss der Händler dann wieder ans Finanzamt abführen (Umsatzsteuer). Er erhält also nicht nur 500.000, sondern zusätzlich 500.000 + 95.000 = 595.000 Euro.

Da der Händler aber selbst auch Vorsteuer bezahlt hat, weil es Fahrräder erworben hat und damit selbst Käufer war. Hatte die Ware einen Wert von insgesamt 250.000 Euro, so fielen darauf 47.5000 Euro Steuern.

Die Zahllast ist die Differenz der Umsatzsteuer (95.000) zur Vorsteuer (47.500).

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