Was ist Humankapital? – Erklärung & Beispiel

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Kurz und einfach erklärt:

Mit Humankapital sind die geistigen Möglichkeiten und Begabungen von Mitarbeitern einer wirtschaftlichen Einheit gemeint.

Humankapital umfasst alle Leistungsmöglichkeiten der Beschäftigten einer Firma oder eines Unternehmens. Mit diesem Begriff sind sämtliche Qualifikationen eines Mitarbeiters gemeint, die dieser für seine Arbeit gebrauchen kann. Hierzu gehören auch Schul- und Universitätsabschlüsse, erworbene Berufserfahrung und sogenannte Soft Skills wie Teamfähigkeit, Selbstmanagement, Kommunikation und eigene Präsentation. In der Literatur der Wirtschaftswissenschaft verwendet man häufig Humankapital und Human Resources für den gleichen Begriff.

Wie verwendet man den Begriff Humankapital im Rechnungswesen?

Für ein Unternehmen sind fachlich und sozial gut ausgebildete Mitarbeiter von herausragender Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Außerdem ist auch das Finanz- und das Sachkapital wichtig. Für die Personalplanung benötigt das Controlling ausführliche und präzise Plandaten. Allerdings ist es für die Betriebswirtschaft schwierig, das Humankapital als messbare Zahl darzustellen, da hier viele Aspekte eine Rolle spielen, und es ständig zu Änderungen kommen kann.

Problematik der unterschiedlichen Bewertungsansätze

Es gibt verschiedene Ansätze, wie man Humankapital als Kennziffer für das Rechnungswesen in Betrieben darstellen kann.

Eine Möglichkeit ist es, den Arbeitnehmer aufgrund der Kosten seines Anfangsgehaltes zu bewerten. Dies ist aber problematisch, da sich die Lohnkosten häufig mit der Zeit ändern. Eine andere Möglichkeit wäre es, die Arbeitsleistungen eines Mitarbeiters während einer festgelegten Periode zu bewerten.

Hierzu müsste man aber auch seine Soft Skills bewerten, was ebenfalls schwierig ist. Häufig nutzt man die Möglichkeit, die Arbeit eines Mitarbeiters innerhalb eines Teams zu bewerten, bezogen auf die Projekte oder Abteilungen, in denen er arbeitet. Hierbei braucht man Zielsetzungen, die von dem Unternehmen vorgegeben werden müssen. Daran misst sich dann die Leistung des Mitarbeiters.

Als Beispiele gibt es hierzu die „Saarbrücker Formel“ von Prof. Dr. Christian Scholz und die Idee „Workonomics“, die von einer amerikanischen Unternehmensberatung erfunden wurde.

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