Was ist Insiderhandel? – Erklärung & Beispiel

Insiderhandel schnell und einfach erklärt

Insiderhandel oder auch Insidergeschäfte sind Wertpapiertransaktionen, die auf internen und nicht veröffentlichen Unternehmensinformationen basieren. Nach §14 WpHG ist es einem Insider verboten, diese Informationen an Dritte weiterzuleiten. Im Falle eines Verstoßes droht dem Insider nach §28 WpHG eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

Insidergeschäfte oder Insiderhandel bezeichnen Finanztransaktionen, die auf Grund von internen und somit noch nicht veröffentlichten Informationen eines Unternehmens ausgeführt worden sind. Der damit verbundene Informationsvorsprung für den Käufer bzw. Verkäufer gegenüber den anderen Marktteilnehmern, gilt als illegal, weshalb der Insiderhandel ebenfalls verboten ist. §14 WpHG sieht den Verbot der Weitergabe an Dritte oder Nutzung von Insiderinformationen vor. Das Strafmaß beträgt gemäß §28 WpHG eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren Haft.

Überwachung von Insiderhandel durch die BaFin

Eine wesentliche Aufgabe der BaFin ist identifizieren von Insidergeschäften. Daher ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mit der ständigen Überwachung sämtlicher Wertpapierhandel und Transaktionen in der Bundesrepublik Deutschland beschäftigt. Aus diesem Grund sind deutsche Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitut verpflichtet, alle Wertpapiergeschäfte der BaFin zu melden. Diese Informationen wertet die BaFin aus und vergleicht sie mit allen Ad-hoc-Meldungen börsennotierter Unternehmen, um mögliche Insidergeschäfte aufzuspüren.

Dafür vergleicht sie die Informationslage mit Kurs- und Umsatzentwicklungen, um einen möglichen Insiderhandel festzustellen. Ist ein möglicher Verdacht vorhanden, wird eine Insideruntersuchung eingeleitet. Verhärtet sich dieser Verdacht im Laufe der Untersuchung wird bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige eingeleitet und gegen den Insider ermittelt.

Meldung von Insidergeschäften durch Anleger

Privatanleger haben die Möglichkeit bei der BaFin Beschwerde oder einen Verdacht auf Insiderhandel einzureichen. Dies wird dann von der Hinweisgeberstelle der BaFin bearbeitet, die dafür jedoch die Wertpapierkennnummer oder die internationale Identifikationsnummer benötigt. Der Anleger erhält im weiteren Verlauf jedoch keinen Status über Ermittlungsstand oder –ausgang, da diese Informationen der Geheimhaltungspflicht unterstellt sind.

Zusammenfassung und Definition des Insiderhandels

• Insider, die interne Informationen als Vorteil nutzen oder an Dritte weitergeben, betrieben Insiderhandel oder Insidergeschäfte
• Der Insiderhandel ist verboten und sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren vor
• Als Kontrollorgan des Wertpapierhandels dient die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin
• Sie überwacht den Handel nach Insidergeschäften und geht Verdachtsfälle von Privatanlegern nach

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