Was ist Protektionismus? – Erklärung & Beispiel

Knapp und einfach definiert

Der Staat schützt mit dem Protektionismus die Wirtschaft im internationalen Wettbewerb. Dabei wendet der Staat tarifäre und nicht-tarifäre Instrumente an die ausländische Konkurrenz an. Er kann aber auch die eigenen Unternehmen durch verschiedene Bevorzugungen unterstützen.

Unter Protektionismus wird verstanden, dass der Staat, mittels Handelshemmnissen, den Import ausländischer Unternehmen unterbindet oder eindämmt. Das Gegenteil zum Protektionismus ist der Freihandel. Das protektionistische Handeln kann einzelne Branchen oder die ganze Volkswirtschaft umfassen. Es gibt zwei Hauptmotive:

  • …Schutz vor ausländischer Konkurrenz
  • …Aufbau neuer Branchen in Industrie und Dienstleistung

Beide Motive resultieren aus mangelnder Wettbewerbsfähigkeit.

Protektionistische Maßnahmen

Es gibt viele Möglichkeiten für den Staat, die Importeure zu benachteiligen. Es gibt Maßnahmen, die sich direkt gegen das ausländische Unternehmen richten, oder Maßnahmen, durch die der Staat die eigene Wirtschaft bevorzugt.

Maßnahmen, die sich gegen ausländische Unternehmen richten:

  • …Zoll: Klassisches tarifäres Handelshemmnis. Die Importe werden durch den Staat verteuert, dadurch können inländische Unternehmen, die Güter auf dem heimischen Markt günstiger vertreiben.
  • …Importquoten: Nicht-tarifäres Handelshemmnis. Erlaubt ist die Einfuhr nur in bestimmten Stückzahlen. Es gibt auch komplette Importverbote.
  • …gesetzliche Standards: technische Mindestanforderungen, Umweltschutzbestimmungen u.Ä. können protektionistisch wirken. Diese Standards sind zwar für ausländische, sowie auch für inländische Unternehmen geltend, aber Entwicklungsländer beispielsweise, können diese oftmals nicht erfüllen.

Protektionismus als Förderung der eigenen Wirtschaft

Das ist die zweite Art von protektionistischen Maßnahmen. Der Staat kann die eigene Wirtschaft unterstützen, sodass diese einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den ausländischen Konkurrenten hat. Dazu zählen Subventionen, die der Staat als Beihilfe zahlt oder keine Steuern einfordert. Dadurch können die Produkte zu einem günstigeren Preis angeboten werden, als die Produkte der ausländischen Konkurrenten.

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Ein Spezialfall sind die Exportsubventionen, durch die der Export von Produkten aus der Heimat gefördert wird. Die Betriebe können dank der Exportsubventionen höhere Einnahmen erzielen und damit auch im Ausland mit der Konkurrenz mithalten.

Zusammenfassung Protektionismus

  • …Maßnahmen um ausländische Konkurrent zu benachteiligen
  • …Schutz inländischer Unternehmen
  • …Neuaufbau von Branchen
  • …Importbarrieren oder Subventionierung eigener Wirtschaft

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